KSC: Geht die Ära Christian Eichner zu Ende?
Mario Eggimann verzichtet auf Bekenntnis zum Trainer
Seit sechs Jahren KSC-Trainer, aber wie lange noch? Christian Eichner. © IMAGO / Revierfoto
Mit der eigenen 1:5-Niederlage beim 1. FC Nürnberg hat für den Karlsruher SC das Wochenende am Freitagabend denkbar schlecht begonnen und könnte die Lage der Badener weiter zuspitzen. Im schlechtesten Fall droht ein Abrutschen auf Platz 13 und gleichzeitig könnte der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf drei Punkte schrumpfen.
Nach nur einem Punkt aus den ersten sechs Spielen vor der Winterpause war eigentlich die Hoffnung vorhanden, mit dem 2:0-Sieg zum Rückrundenauftakt bei Preußen Münster wieder dauerhaft in die Spur zu finden, doch seitdem kamen aus vier Begegnungen nur zwei weitere Zähler hinzu. 21 Punkten aus den ersten elf Spielen steht damit aus den jüngsten elf Partien nur noch sechs Zähler gegenüber, woran sich die enorme Negativentwicklung unschwer erkennen lässt.
In Nürnberg begann der KSC noch ordentlich, präsentierte sich nach dem ersten Gegentreffer in der 25. Minute dann aber ganz schwach. Geschäftsführer Mario Eggimann Badischen Neuesten Nachrichten bezeichnete das Ergebnis zwar als zu hoch, übte aber dennoch scharfe Kritik am Auftreten der Mannschaft: „Leidenschaft, Herz, volle Power, mutig sein: Das haben wir heute vermissen lassen. Ganz, ganz deutlich.“
Eggimann lässt Zweifel an der Wende durchklingen
Zudem erklärte Eggimann, nun eine „ganz, ganz deutliche Reaktion am nächsten Wochenende gegen Kiel“ zu erwarten. Zuvor allerdings steht beginnend mit dem heutigen Samstag eine Aufarbeitung auf dem Programm, bei der es auch um den Trainer gehen wird. Die Frage nach Christian Eichner wollte Eggimann am Freitagabend nicht mehr beantworten, doch alleine die Tatsache, dass der Geschäftsführer ein Bekenntnis zum Trainer schuldig blieb, lässt den Rückschluss zu, dass auch über eine Trennung diskutiert wird.
Weil Eggimann „aktuell zumindest keine Tendenz spürt, dass wir viele Punkte holen“, scheint das Ende der im Februar 2020 begonnenen Ära Eichner so nah wie selten zuvor in den letzten sechs Jahren. Der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer selbst zeigte sich gegenüber dem kicker seine persönliche Situation betreffend indes gelassen und rückte die sportliche Situation in den Vordergrund: „Wir müssen die Mannschaft auf Kurs bringen, ich versuche der Mannschaft den Halt zu geben, den ich ihr über sechs Jahre gegeben habe. Ich habe so viele Stürme erlebt, dass mich so etwas in der Liga nicht ins Wanken bringt. Ich werde für die Mannschaft da sein, bis mir irgendjemand sagt, dass ich das nicht mehr soll.“
Dass Letzteres im Laufe der nächsten Tage passiert, ist nach der Klatsche in Nürnberg zumindest nicht ausgeschlossen.
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