KSC: Kommt nun doch noch ein Stürmer?

Zwei torlose Spiele in Folge und fünf Partien ohne Sieg

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 20.09.26 | 08:08
© IMAGO / Eibner

Maximilian Senft wartet seit dem ersten Spieltag auf den zweiten Dreier. © IMAGO / Eibner

Mit einem 2:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld hat der Karlsruher SC einen gelungenen Saisonstart hingelegt, seitdem aber aus fünf Spielen nur noch zwei weitere Punkte geholt. Tabellenplatz zwölf klingt zwar vor Abschluss des sechsten Spieltages noch solide, doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Badener nur einen Zähler von Schlusslicht Darmstadt 98 entfernt sind, somit die Antennen ausgefahren sein müssen.

Anlass zur Sorge gibt mit Blick auf die letzten beiden Heimspiele gegen Energie Cottbus (0:3) und nun gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) vor allem die Offensive. Insgesamt blieb die Mannschaft von Trainer Maximilian Senft an drei der ersten sechs Spieltage ohne eigenes Tor und gerade gegen Nürnberg überwiegend harmlos.

Dass mit Moritz Broschinski, der zum Auftakt gegen Bielefeld beide Tore erzielte, ein eigentlicher Hoffnungsträger nach einer Sprunggelenks-OP voraussichtlich bis zum Winter ausfällt und Louey Ben Farhat, der sich im Januar zum SC Freiburg verabschieden dürfte, noch auf der Suche nach seiner Top-Form ist, macht den Sturm aktuell zur Problemzone. Shio Fukuda hat zwar immerhin auch schon zwei Mal getroffen und ist stets bemüht, doch ansonsten stehen für die vordere Reihe nur noch die Talente John Davis Meyer und Eymen Laghrissi zur Auswahl.

KSC hat den Markt im Blick

Eine zusätzliche Alternative stünde dem KSC-Angriff so durchaus gut zu Gesicht, doch Direktor Profifußball Timon Pauls hat vergangene Woche gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten bereits durchklingen lassen, dass die kurzfristige Verpflichtung eines vereinslosen Stürmers wie dem ins Gespräch gebrachten Ihlas Bebou eher nicht zu erwarten ist: „Wir beobachten den Markt, der aktuell für uns sehr begrenzt ist.“

Spätestens dann, wenn Ben Farhat tatsächlich schon im Januar nach Freiburg übersiedelt, wird der KSC aber mit hoher Wahrscheinlichkeit tätig werden. Dann freilich bietet das Wintertransferfenster auch wieder deutlich mehr Möglichkeiten. Bis dahin allerdings sollten auch mit dem vorhandenen Personal einige Punkte eingefahren werden.

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