Greuther Fürth: Stadionvorstellung

Der Sportpark Ronhof im Detail

Der Sportpark Ronhof, das Stadion in Fürth

Seit 1910 die Heimspielstätte der Fürther: Der Ronhof. ©Imago/Zink

Vier Schauplätze haben wir in unserer Reihe der Stadionvorstellungen bereits besichtigt. Neben der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena ging es ins Darmstädter Merck-Stadion am Böllenfalltor sowie ins Kieler Holstein-Stadion und nach Regensburg in die Continental Arena. Heute führt uns der Weg in den Süden der Republik, und zwar nach Mittelfranken. Ziel ist Fürth.

Nach 14 Spieltagen rangiert die Spielvereinigung Greuther Fürth auf dem vorletzten Tabellenplatz. Neun ihrer elf Zähler holten die Franken allerdings im heimischen Sportpark Ronhof. Die traditionsreiche Spielstätte schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Name: Sportpark Ronhof Thomas Sommer  (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 18.000
Sitzplätze: 9.500 (davon 8.500 überdacht)
Stehplätze: 8.500 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: 25 (vor den Blöcken A und B, Eingang über Tor A)
Gästeblock: Block O und P (Eingang am Tor C). (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Die Spielvereinigung gibt es seit 1903. Zu Beginn war die Abteilung Fußball noch Teil des Turnvereins Fürth, ab 1906 dann autark. Auch aufgrund des starken Zuschauerinteresses erstanden die Fürther im Jahr 1910 ein den Ansprüchen angemessenes Areal am Ronhof und bauten ihre eigene Heimstätte.

Das Eröffnungsspiel bestritten die Franken am 11. September desselben Jahres gegen den Karslruher FV, damals immerhin aktueller deutscher Meister. Die eigenen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Bereits vier Jahre später taten sie es den Karlsruhern gleich. Zwei weitere Male ging dieser nationale Titel noch nach Fürth (1926 und 1929). Das Stadion war zu dieser Zeit nahezu immer ausverkauft und immens beliebt.

Im Meisterjahr 1926 gelang sogar ein weiterer Coup, die Fürther siegten beim FC Barcelona mit 1:0. An die glorreichen Jahre konnten die Kleeblättler in der Folge nicht anknüpfen. Warum eigentlich Kleeblättler? Dieses Symbol ist das zentrale Motiv im Wappen der Spielvereinigung, aber auch der Stadt Fürth.

Bitter: Die einzige Holztribüne am Ronhof überlebte den Zweiten Weltkrieg nicht, nach einem Angriff brannte diese ab, sodass die Fürther zunächst ohne eine solche weiterspielten. Erst in den 1950er Jahren wurde eine neue Tribüne erbaut.

Seinen vollständigen Namen erhielt der Klub übrigens erst im Jahr 1996 durch die Fusion mit dem TSV Vestenbergsgreuth. In dieser Saison wurde auch das Stadion umgebaut – zugleich gelang der Sprung in die zweite Bundesliga.

Zwischenzeitlich wurde die Heimstätte der Mittelfranken in Playmobil-Stadion und Trolli-Arena umbenannt, im Jahr 2007 erhielt sie eine Rasenheizung. In die Geschichtsbücher geht das Jahr 2012 ein, in dem erstmals der Sprung in die Bundesliga gelang und das Stadion seinen vorerst letzten Feinschliff und eine neue Südtribüne verpasst bekam.

Aktuell ist die Spielvereinigung wieder ein Stück entfernt von den glorreichen Zeiten. Wohl auch deshalb kamen in der laufenden Spielzeit im Durchschnitt nur etwas mehr als 9.300 Fans in die Arena am Ronhof. In der Zuschauertabelle landen die Fürther damit ebenfalls auf dem vorletzten Rang.

Packt Fürth den Klassenerhalt? Jetzt wetten!