Hertha BSC: Kommt doch kein neuer Torwart mehr?

Linksverteidiger und Stürmer haben Priorität

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 11.08.26 | 07:23
© IMAGO / Norbert Schmidt

Aktuell die Nummer eins – und auch auf Dauer? Marius Gersbeck. © IMAGO / Norbert Schmidt

Es war natürlich nur ein Spiel, aber der 1:0-Sieg beim VfL Bochum zum Start in die neue Saison hat die zuvor von Skepsis geprägte Stimmung rund um Hertha BSC spürbar aufgehellt. Am Samstag im heimischen Olympiastadion kann und will die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl aus dem gelungenen Auftakt einen Traumstart machen, mit dem dann in der Hauptstadt sogar eine gewisse Euphorie aufkommen könnte.

Dabei ist der Berliner Kader auch knapp drei Wochen vor Transferschluss längst nicht komplett. Nach wie vor ist der vom FC Burnley ausgeliehene und in Bochum wegen noch vorhandener Rückstände erst spät eingewechselte Oluwaseun Adewumi der einzige externe Neuzugang, bei dem es aber nicht bleiben soll.

So ließ Coach Leitl auch nach dem Sieg in Bochum keinen Zweifel daran, dass noch Verstärkungen nötig sind. Einen Außenverteidiger, vornehmlich für die linke Seite, und einen zusätzlichen Stürmer wünscht sich der 48 Jahre alte Fußball-Lehrer auf jeden Fall noch. Ob auch darüber hinaus noch weiteres Personal zum Berliner Aufgebot stößt, bleibt abzuwarten und dürfte auch davon abhängen, welche finanzielle Mittel nach den beiden geplanten Verpflichtungen noch vorhanden sind.

Gersbeck mit guten Karten

Erwartet wurde eigentlich, dass Hertha BSC nach dem Verkauf von Tjark Ernst an Feyenoord Rotterdam mit einem neuen Torhüter reagieren würde, doch während der offenbar ins Auge gefasste Nikolas Polster nun vor einem Wechsel vom Wolfsberger AC zu NEC Nijmegen stehen soll, hat die Personalie Florian Kastenmeier bis heute nicht richtig Fahrt aufgenommen, obwohl der Ex-Kapitän von Fortuna Düsseldorf seit 1. Juli vertragslos und auf Klubsuche ist.

Durchaus möglich scheint inzwischen, dass der in Bochum überzeugende Marius Gersbeck auf Dauer das Vertrauen erhält, mit den Talenten Tim Goller und Konstantin Heide als Backups. Insbesondere dann, wenn sich der 31-Jährige auch gegen Heidenheim sowie anschließend im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken und im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig als verlässlicher Rückhalt erweisen sollte.

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