Hertha BSC: Wird das Thema Jessic Ngankam heiß?
Angreifer kann sich Rückkehr offenbar vorstellen
Schon bei Hannover 96 unter Trainer Stefan Leitl: Jessic Ngankam. © IMAGO / MIS
Mit dem 1:0-Sieg beim VfL Bochum hat Hertha BSC einen erfolgreichen Start in die neue Saison hingelegt, dessen Auswirkungen auf die während der Sommerpause von viel Skepsis geprägte Stimmung in der Hauptstadt bereits erkennbar sind. Gelingt es nun am Samstag, im heimischen Olympiastadion gegen den 1. FC Heidenheim drei Punkte nachzulegen, ist sogar eine gewisse Euphorie denkbar, die der jungen Mannschaft von Trainer Stefan Leitl weiteren Rückenwind verleihen könnte.
Trotz des Auftaktsieges besteht der Plan, noch weitere Verstärkungen über den vom FC Burnley ausgeliehenen und in Bochum erst einmal nur eingewechselten Oluwaseun Adewumi hinaus nach Berlin zu holen. Ein neuer Torwart ist so weiter möglich, genießt im Moment aber keine Priorität. Stattdessen liegt der Fokus klar darauf, neues Personal und im Idealfall Verstärkungen für die Außenverteidigung und für den Sturm zu finden, wie Leitl nach dem Dreier in Bochum betonte.
Gegenüber dem Berliner Kurier deutete Geschäftsführer Dr. Peter Görlich nun an, in den letzten knapp drei Wochen der Sommertransferperiode auf die eine oder andere Option aus der Bundesliga zu hoffen: „Der Markt springt jetzt erst richtig an. Die Bundesligisten kommen aus den Trainingslagern. Da wissen wir jetzt schon, wer interessant sein könnte. Wir sind auf jeden Fall handlungsfähig im Rahmen unserer Möglichkeiten.“
Vertrag in Frankfurt bis 2028, aber keine Perspektive
Ein Stürmer ohne Perspektive bei seinem aktuellen Arbeitgeber in der Bundesliga ist Jessic Ngankam, der lange im Hertha-Nachwuchs ausgebildet und nach einer Zwischenstation bei der SpVgg Greuther Fürth im Jahr 2023 für rund vier Millionen Euro an Eintracht Frankfurt verkauft wurde. Weder dort noch auf seinen Leihstationen beim 1. FSV Mainz 05, bei Hannover 96 und beim Wolfsberger AC konnte der in Berlin geborene Deutsch-Kameruner aber richtig Fuß fassen, woran wiederkehrendes Verletzungspech keinen geringen Anteil hatte.
Trotz eines noch bis 2028 laufenden Vertrages würde Frankfurt Ngankam nun gerne abgeben, gegebenenfalls auch auf Leihbasis. Die B.Z. berichtet nun, dass sich Ngankam selbst einen Neustart wünscht und sich eine Rückkehr in seine Heimatstadt gut vorstellen könnte, dafür auch zu finanziellen Abstrichen bereit wäre.
Weil Hertha-Coach Leitl Ngankam aus gemeinsamen Zeiten in Fürth und Hannover zudem bestens kennt und auch schätzt, sind Spekulationen über ein Comeback des 26-Jährigen im Trikot der Alten Dame naheliegend. Bleibt aber natürlich abzuwarten, ob die Personalie Fahrt aufnimmt.
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