Holstein Kiel: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Masaya Okugawa, Arne Sicker & Co.

Masaya Okugawa am Ball für Holstein Kiel

Masaya Okugawa nahm seinen Aufschwung aus Kiel mit nach Salzburg. ©Imago images/Claus Bergmann

Viele Leihspieler kickten in der vergangenen Saison an der Kieler Förde, dementsprechend groß war die Fluktuation im Sommer, als die ausgeliehenen Kicker zu ihren Stammvereinen zurückkehrten. Einer davon war Masaya Okugawa, der nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der KSV überzeugte und in der Rückrunde fünf Tore erzielte sowie ein weiteres vorlegte.

Zurück bei RB Salzburg profitiert er von seiner Entwicklung in Kiel. „Dieser Wechsel ist für mich sowohl sportlich als auch persönlich mit vielen positiven Erfahrungen verbunden“, blickt Okugawa im Gespräch mit Liga-Zwei.de auf die KSV zurück. „Ich habe mich in der Stadt und mit den Menschen sehr wohl gefühlt.“

Noch Kontakt

Das getankte Selbstvertrauen in Kiel münzt Okugawa nun in Salzburg in Tore um. Vier Treffer und ebenso viele Vorlagen steuerte der Japaner zum Mannschaftserfolg des österreichischen Tabellenführers bei. „Bei Red Bull Salzburg spielen wir sehr intensives Pressing, es geht noch rascher in die Tiefe“, so Okugawa über die Unterschiede zur Taktik von Ex-KSV-Coach Tim Walter, der eher „ein wenig wie bei Bayern München gespielt“ habe und zunächst Wert auf Ballbesitz legte.

Knapp 1.000 Kilometer trennen Okugawa nun von der Kieler Förde, allerdings: „Immer wenn ich Zeit habe, schaue ich mir die Spiele noch an und denke gern an diese schöne Zeit zurück“, so der 23-Jährige. „Ab und zu habe ich auch noch mit Jae-sung Lee Kontakt“ – Okugawa nahm also nicht nur eine sehr positive Entwicklung aus Kiel mit nach Salzburg, sondern bleibt dem Verein verbunden.

Masaya Okugawa gegen Sadio Mane

Von Kiel in die Champions League: Okugawa (l.) gegen Liverpools Sadio Mane. ©Imago images/GEPA Pictures

Die übrigen Abgänge:

Aaron Seydel:
Laboriert wie bereits in Kiel weiterhin an einer Fersenverletzung, absoliverte im Sommer ein Reha-Programm. Wann er wieder für den FSV Mainz 05 auflaufen kann, ist ungewiss.

Patrick Kammerbauer:
Die Leihe vom SC Freiburg an Holstein Kiel brachte Patrick Kammerbauer nicht die erhoffte Spielpraxis, diese soll er sich in Braunschweig holen, wo der 22-Jährige nun leihweise kickt. Auch beim Drittligisten hat es Kammerbauer allerdings schwer, verzeichnet aktuell erst vier Einsätze, saß zuletzt zweimal in Folge nur auf der Bank.

Mathias Honsak:
Der Österreicher kickt nun für Ligakonkurrent Darmstadt und traf bereits am 2. Spieltag auf seine Ex-Kollegen aus Kiel. Für Honsak läuft es am Böllenfalltor immer besser: In drei der letzten vier Spiele stand der variable Offensivmann in der Startelf. Auf seine erste Torbeteiligung bei den Lilien wartet er allerdings noch.

Laszlo Benes:
Seine Leihe nach Kiel in der Rückrunde der Vorsaison war eine einzige Erfolgsgeschichte, durch die Benes den erhofften Durchbruch schaffte. Mit Borussia Mönchengladbach ist er momentan Tabellenführer der Bundesliga, verzeichnete bereits sieben Startelf-Einsätze und insgesamt vier Vorlagen. Dreimal durfte er außerdem Europapokal-Luft schnuppern.

Franck Evina:
Der 19-Jährige ist erneut leihweise unterwegs, diesmal beim KFC Uerdingen. Dort hatte er unter Ex-Coach Heiko Vogel einen Stammplatz inne und lieferte mit vier Toren in den ersten vier Saisonspielen in Liga drei gut ab. Es folgte allerdings eine lange Dursstrecke, zuletzt musste sich Evina das Vertrauen des neuen Trainergespanns erst erarbeiten. Mit zwei Vorlagen in den letzten drei Spielen machte er dabei einen guten Anfang.

Yann Aurel Bisseck:
Vom 1. FC Köln ging es für Bisseck im Sommer ins Ausland: Per Leihe zu Roda JC Kerkrade. In der zweiten niederländischen Liga liegt Roda auf Rang 13, während Bisseck aufgrund einer Verletzung lange zuschauen musste. Zuletzt saß er immerhin wieder auf der Bank.

Noah Awuku:
Der Flügelspieler soll Spielpraxis sammeln – beim Chemnitzer FC, wohin ihn die KSV Ende der Sommer-Transferphase verlieh. Beim CFC führte er sich gleich mit einem Treffer ein, aktuell hat er die Joker-Rolle bei den Himmelblauen inne und muss auf Einsatzchancen warten.

Heinz Mörschel:
In Münster sollte Heinz Mörschel schwerwiegende Abgänge auffangen, was ihm allerdings bislang noch nicht gelang. Beim Tabellenvorletzten der dritten Liga stand er neunmal in der Startelf, wurde viermal eingewechselt und trug sich dabei zweimal in die Torschützenliste ein.

Arne Sicker:
Auch in Liga drei kickt jetzt Arne Sicker, beim MSV Duisburg. Die Zebras sind aktuell Tabellenführer, woran Sicker als Stammspieler großen Anteil hat. Neben defensiver Stabilität beweist er mit vier Torvorlagen Offensivdrang.

Kingsley Schindler:
Der 26-Jährige konnte dem Spiel des 1. FC Köln noch nicht wie gewünscht seinen Stempel aufdrücken, profitierte allerdings auch nicht gerade vom schwachen Saisonstart des Effzeh. Ob er nach dem Trainerwechsel bei den Domstädtern besser in Schwung kommt?

Atakan Karazor:
Ist unter Tim Walter als Stabilisator vor der Abwehr beim VfB Stuttgart gesetzt, soll bei der offensiven Spielweise der Schwaben als Fixpunkt dienen, wenn es in die defensive Umschaltbewegung geht. Letztere klappte beim VfB bekanntlich öfter nicht mehr allzu gut.

David Kinsombi:
Läuft wie Honsak und Karazor jetzt für einen Ligakonkurrenten auf und zwar den HSV. Dabei wechselte er zwischen Startelf und Bank, wobei er zuletzt zweimal in Folge von Beginn an ran durfte. Seine Konkurrenten im zentralen Mittelfeld sind zahlreich, oft hängt sein Einsatz von der taktischen Marschrichtung des Trainers ab.

Auf der Suche nach einem passenden Wettanbieter? Jetzt alle betsafe Erfahrungen lesen und auf das nächste KSV-Spiel wetten!