SV Darmstadt 98: Geht Rekordeinkauf Bezjak ablösefrei?

Gespräche mit Ferencvaros Budapest

Roman Bezjak

Roman Bezjak (r.) dürfte als teures Missverständnis in die Lilien-Geschichte eingehen © Imago / Jan Hübner

Obwohl mit Felix Platte der zuletzt gesetzte Angreifer verletzungsbedingt mehrere Wochen lang, möglicherweise sogar bis ins neue Jahr hinein, ausfällt, spielte Roman Bezjak bei der Kadernominierung für das jüngste 2:2 des SV Darmstadt 98 bei Eintracht Braunschweig keine Rolle. Und es sieht auch nicht danach aus, als würde der slowenische Nationalstürmer für die Lilien noch einmal wichtig.

Trainer Torsten Frings sieht den 28-Jährigen in der Stürmerhierarchie nicht nur hinter Platte, sondern auch hinter Artur Sobiech, Terrence Boyd und Jamie Maclaren. Auf dem Flügel hätte Frings Bezjak möglicherweise eine Chance gegeben, doch dort möchte der Angreifer laut seinem Trainer nicht spielen.

Mehrere Leihgeschäfte im Sommer geplatzt

Eine Trennung scheint unausweichlich und wäre nach Aussage von Bezjaks Berater Klaus Funk im Darmstädter Echo bereits im Sommer möglich gewesen. Doch Darmstadt wollte den im Sommer 2016 mit einer Ablöse von zwei Millionen Euro zum Rekordeinkauf avancierten Angreifer nur verkaufen und nicht verleihen, sodass ein Engagement bei Legia Warschau, Rapid Wien oder Bröndby Kopenhagen nicht zustande kam.

Nun dürften Bezjak und Funk im Winter einen neuen Anlauf unternehmen, den Absprung zu schaffen. Gespräche mit Ferencvaros Budapest wurden kürzlich geführt, doch ob sich beide Seiten einigen konnten, ist unbekannt.

Einsatz im DFB-Pokal in Regensburg

Klar ist freilich schon jetzt, dass Darmstadt nur noch einen Bruchteil der an HNK Rijeka bezahlten Ablöse wiedersehen würde, wenn überhaupt. Denn Berater Funk lässt durchblicken, gegebenenfalls ein Schlupfloch nutzen zu wollen: „Romans Vertrag in Darmstadt hat eine Laufzeit bis Sommer 2019. Die FIFA-Statuten besagen aber, dass ein Spieler ablösefrei wechseln kann, wenn er länger als acht Monate nicht im Kader seines Vereins stand.“

Bis es soweit ist, müsste Bezjak aber noch mehrfach außen vor bleiben. Der Angreifer stand zwar in dieser Saison noch nicht im Zweitliga-Kader, aber am 12. August beim Pokal-Aus in Regensburg (1:3) 34 Minuten lang sogar auf dem Spielfeld. Ein ablösefreier Wechsel aufgrund dieser Klausel wäre somit erst im nächsten Sommer möglich.

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