1. FC Nürnberg: Baldige Entscheidungen bei Möhwald, Teuchert & Co.?

Gislason und Petrak als Wechselkandidaten

Cedric Teuchert

Zukunftsentscheidung steht bevor: Cedric Teuchert © Imago / Eibner

Die beiden Niederlagen beim 1. FC Heidenheim (0:1) und gegen den FC Ingolstadt (1:2) haben die Zwischenbilanz des 1. FC Nürnberg etwas getrübt. Die Franken sind dadurch auf Platz vier abgerutscht, spielen aber im Vergleich zum Vorjahr immer noch eine gute Saison. Und die Hoffnungen auf die Bundesliga-Rückkehr sind trotz der jüngsten Rückschläge durchaus berechtigt.

Auch deshalb, weil der Club einige junge Spieler in seinen Reihen hat, die über kurz oder lang mit ziemlicher Sicherheit im Oberhaus auftauchen werden. Das Problem für den FCN ist allerdings, dass Kevin Möhwald, Tim Leibold, Cedric Teuchert und Patrick Kammerbauer allesamt nur noch bis zum Ende dieser Saison unter Vertrag stehen.

Bornemann fordert baldiges Bekenntnis

Nürnberg würde mit dem Quartett lieber heute als morgen verlängern, doch alle vier Jungprofis warten erst die weitere Entwicklung ab, was auch nachvollziehbar ist. Sportvorstand Andreas Bornemann machte nun gegenüber der Nürnberger Zeitung aber deutlich, nicht endlos warten zu können.

Die Spieler müssen sich irgendwann mal bekennen. (Andreas Bornemann)

„Wir sind schon bestrebt, bald eine grundsätzliche Entscheidung herbeizuführen. Die Spieler müssen sich auch irgendwann mal bekennen und die Rahmenbedingungen dieses Vereins akzeptieren – oder im Zweifelsfall eben sagen: Ich verlängere hier auf gar keinen Fall“, so Bornemann, der für letzteren Fall auch Verkäufe im Winter nicht ausschließt, wenngleich in dieser Hinsicht aus wirtschaftlichen Gründen kein unbedingter Handlungsdruck besteht.

Sportlicher Erfolg hat Priorität

Weil der Club finanziell besser aufgestellt ist als in den letzten Winterpausen, als mit Alessandro Schöpf und Guido Burgstaller zwei Leistungsträger verkauft werden musste, hält es Bornemann grundsätzlich auch für möglich, Akteure mit auslaufenden Verträgen trotz anderer Angebote zu halten und einen ablösefreien Abschied im Sommer in Kauf zu nehmen.

„Dann muss man schauen, ob wir eine Alternative haben oder ob wir kategorisch Nein sagen, weil wir die Mannschaft schwächen und damit unsere Chance auf maximalen Erfolg in dieser Saison gefährden würden“, so Bornemann, der bei zwei anderen Akteuren wohl keine Steine in den Weg legen würde.

Im Moment liegen zwar keine konkreten Offerten vor, doch Rurik Gislason und Ondrej Petrak, die beide nur in der zweiten Reihe stehen, würden die Freigabe erhalten. Bei Petrak wurde vor wenigen Wochen bereits über eine Einigung mit einem anderen Klub spekuliert, doch verkündet wurde seitdem nichts. Ohnehin müsste laut Bornemann in diesem Fall die Initiative von Spielerseite ausgehen.

Bei Gislason gibt es noch keine Gerüchte, aber der Isländer wird sich auch mit Blick auf die WM 2018 sicher intensiv umsehen.

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