Jahn Regensburg: Der Trend macht Sorgen

Kantersieg in Wiesbaden nur ein positiver Ausreißer?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 25.09.19 | 10:06
Mersad Selimbegovic

Ist mit seiner Mannschaft schon länger vom Erfolgsweg abgekommen: Mersad Selimbegovic. © imago images / Sascha Janne

Mit vier Punkten aus den Spielen gegen den VfL Bochum (3:1) und bei Hannover 96 (1:1) hat Jahn Regensburg einen guten Saisonstart hingelegt. Früh schien es so, als könnten die Oberpfälzer die nach dem personellen Aderlass im Sommer abermals eher von Skepsis geprägten Prognosen widerlegen. Einige Wochen später zeigt sich aber ein schon länger anhaltender und nur kurz unterbrochener Negativtrend.

Beginnend mit dem Aus in der ersten Pokalrunde beim 1. FC Saarbrücken (2:3) verlor die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic fünf der letzten sechs Pflichtspiele. Lediglich beim SV Wehen Wiesbaden gelang ein Sieg, der mit 5:0 sogar überaus deutlich ausfiel, allerdings mit Blick auf die Tabelle und den mit lediglich einem Zähler aus sieben Spielen auf Platz 18 rangierenden SVWW ein Stück weit relativiert wird.

In Wiesbaden zeigte sich Regensburg bei 14:11-Torschüssen überdies sehr effektiv. Wie beim Aufsteiger brachte es der Jahn ansonsten nur noch in einem weiteren der jüngsten sieben Spiele auf mehr Torschüsse als der Gegner – beim 1:2 am vergangenen Wochenende bei Dynamo Dresden. Ansonsten schoss Regensburg stets seltener auf das Tor als der jeweilige Kontrahent, was zumindest auf Probleme schließen lässt, Abschlusssituationen zu kreieren.

Schwache Passquote und fehlende Torgaranten

Das wiederum ist zumindest nicht gänzlich überraschend, ist das Regensburger Spiel doch mit vielen langen Bällen vergleichsweise leicht auszurechnen. Nicht von ungefähr weist der Jahn ligaweit eine der schwächsten Passquoten auf, die laut den Statistiken von kicker.de gerade gegen individuell stärker besetzte Teams wie Hannover (52:77 Prozent), Stuttgart (62:85) und Bielefeld (62:80) weit unter der Quote des Gegner liegt.

Dass der Jahn dadurch zumindest phasenweise unter Druck gerät, ist die logische Folge, die in den letzten Wochen auch wegen im Vergleich zur vergangenen Saison fehlenden Torgaranten wie Sargis Adamyan oder Hamadi Al Ghaddioui in schwache Ergebnisse mündete.

Gegen den Hamburger SV und bei Holstein Kiel warten nun die nächsten Gegner, die eine dominante Spielweise pflegen. Um danach in der Länderspielpause nicht sogar unter dem Strich zu stehen, muss sich die Selimbegovic-Elf in einigen Bereichen steigern. Von der grundsätzlichen und in den der jüngeren Vergangenheit durchaus erfolgreichen Spielweise wird der Jahn aber wohl kaum abweichen.

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