Jahn Regensburg: Die halbe Viererkette fällt aus

Erik Wekesser und Sebastian Nachreiner in Heidenheim gesperrt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 14.12.20 | 07:29
Mersad Selimbegovic

Neuer Vertrag und Bastelaufgaben in der Defensive: Mersad Selimbegovic. © imago images / Passion2Press

Am gestrigen Sonntag verkündete Jahn Regensburg, was sich schon zuvor abgezeichnet hatte: die Oberpfälzer verlängerten den Vertrag mit Trainer Mersad Selimbegovic bis 2023 und untermauerten damit ihr uneingeschränktes Vertrauen in den 38 Jahre alten Fußball-Lehrer, der bereits seit 2006 im Verein ist und 2019 zum Nachfolger des abgewanderten Achim Beierlorzer ernannt worden war.

„ Mersad symbolisiert ‘Jahn sein‘ in Idealform. ”
Christian Keller

„Mersad steht für unsere Herkunft, verkörpert unsere Werte und hat unsere Spielidee mitentwickelt. Hinzu kommen seine exzellenten fachlichen, methodischen und allen voran auch menschlichen Fähigkeiten. Oder ganz kurz gesprochen: Mersad symbolisiert ‘Jahn sein‘ in Idealform. Er ist für den SSV Jahn daher eine Optimallösung auf der Chef-Trainerposition. Der SSV Jahn kann sich glücklich schätzen, ihn auch zukünftig in verantwortlicher Position zu wissen“, fand Geschäftsführer Christian Keller auf der vereinseigenen Webseite ausschließlich lobende Worte für Selimbegovic.

Der frühere Jahn-Profi ist in dieser Woche nun besonders gefordert, gilt es doch die am Samstag erlittene 2:3-Niederlage gegen Holstein Kiel wettzumachen und mit einem guten Ergebnis am Dienstag beim 1. FC Heidenheim die derzeit solide Platzierung im Tabellenmittelfeld zu festigen. Auf der Ostalb allerdings muss Selimbegovic im Defensivbereich mächtig improvisieren.

Jan-Niklas Beste und Scott Kennedy wohl die Nachrücker

Ob Max Besuschkow, der gegen Kiel wegen muskulärer Probleme kurzfristig passen musste und im defensiven Mittelfeld von Oliver Hein vertreten wurde, rechtzeitig fit wird, ist offen. Sicher nicht dabei sind dafür Erik Wekesser und Sebastian Nachreiner, die sich am Samstag jeweils die fünfte gelbe Karte eingehandelt haben. Damit fehlt die Hälfte der Viererkette gesperrt, doch sind durchaus Alternativen vorhanden.

Auf der linken Abwehrseite könnte Jan-Niklas Beste, der nach auskurierter Muskelverletzung in drei der letzten vier Spiele eingewechselt wurde und dabei zwei Mal per Abstauber traf, zu einem Startelfdebüt kommen. Der 21-Jährige, ohne dessen Verletzungspause der gelernte Offensivmann Wekesser womöglich gar nicht nach hinten gerutscht wäre, soll nun mit etwas Verspätung zur erhofften Verstärkung werden und die in seine Ausleihe von Werder Bremen gesetzten Erwartungen erfüllen.

Im Abwehrzentrum wird derweil wohl Scott Kennedy als Nachreiner-Ersatz neben Jan Elvedi beginnen. Für den 23-jährigen Deutsch-Kanadier, der im Sommer von Austria Klagenfurt gekommen ist, wäre es auch erst der zweite Einsatz in der Startelf. Markus Palionis und Tom Baack wären die weiteren Alternativen, dürften aber beide zunächst auf der Bank Platz nehmen.