Jahn Regensburg: Erik Wekesser als Dauerlösung hinten links?

Offensivmann findet sich in neuer Rolle immer besser zurecht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 20.10.20 | 08:28
Erik Wekesser von Jahn Regensburg

Die Versetzung von Erik Wekesser war ein guter Griff. © imago images / Revierfoto

Als Jahn Regensburg im Sommer 2019 den nur ausgeliehenen Linksverteidiger Jonas Föhrenbach nicht halten konnte, fanden die Oberpfälzer mit Chima Okoroji starken Ersatz. Ein Jahr später war es dann aber Okoroji, der nach seiner Ausleihe vom SC Freiburg zum SC Paderborn weiterzog und erneut für eine Lücke auf der linken Abwehrseite sorgte.

Und wiederum entschieden sich die Verantwortlichen um Geschäftsführer Christian Keller dafür, diese mit der Leihgabe von einem Bundesligisten zu schließen. Jan-Niklas Beste wurde sogar bis 2022 von Werder Bremen ausgeliehen und soll in Regensburg den Durchbruch im Profi-Bereich schaffen.

Bislang allerdings läuft es für den 21-Jährigen beim Jahn alles andere als rund. Bereits in der Vorbereitung wurde Beste von muskulären Problemen zurückgeworfen und nachdem der Junioren-Nationalspieler beim 1:0-Sieg vor der Länderspielpause gegen den Karlsruher SC zumindest erstmals im Kader stand, schlug vergangene Woche das Verletzungspech mit einem Muskelfaserriss erneut zu.

Wekesser mit seinem ersten Assist als Linksverteidiger

Während Beste damit weiter ausfällt, muss Trainer Mersad Selimbegovic hinten links weiter improvisieren, wobei sich inzwischen aber mehr und mehr andeutet, dass der auf die linke Abwehrseite gezogene Erik Wekesser durchaus von der Not- zur Dauerlösung werden könnte.

Der 23-Jährige, der aus dem Nachwuchs des 1. FC Kaiserslautern stammt, kam 2019 mit der Empfehlung von 16 Regionalliga-Toren von Astoria Walldorf als Alternative für den Angriff oder die offensive Außenbahn nach Regensburg. Nach 28 Einsätzen in der vergangenen Saison im Offensivbereich, davon 16 von Beginn an, mit drei Toren und drei Vorlagen könnte Wekesser nun ein neues Tätigkeitsfeld gefunden haben.

Weil Alexander Nandzik als gelernter Linksverteidiger in den Planungen keine Rolle mehr spielt, wurde Wekesser in Abwesenheit von Beste bereits während der Vorbereitung auf der linken Abwehrseite eingesetzt und empfahl sich dort auch für den Liga-Alltag. Inklusive DFB-Pokal stand der schnelle Linksfuß in allen fünf Pflichtspielen der neuen Saison über die gesamte Spielzeit auf dem Platz und verbuchte beim jüngsten 2:2 bei Fortuna Düsseldorf mit der Flanke auf Andreas Albers seine erste Torvorlage.

Mit Blick darauf, dass der Jahn auf den offensiven Außenbahnen mit den aktuell gesetzten Sebastian Stolze und Albion Vrenezi sowie HSV-Leihgabe Aaron Opoku und Jann George aktuell sehr gut besetzt ist, tut Wekesser freilich auch gut daran, seine neue Rolle anzunehmen. Bislang jedenfalls profitieren von der Versetzung alle Beteiligten.