Jahn Regensburg: Kleine Fouls haben Programm

In Statistiken weit oben

David Atanga gegen Chima Okoroji

Unnachgiebig in Zweikämpfen: Chima Okoroji (r.) und Jahn Regensburg sind ein unangenehmer Gegner. ©Imago images/Eibner

Als sich im Sommer nach zwei sehr positiv verlaufenen Jahren mit Trainer Achim Beierlorzer und einigen Leistungsträgern mehrere Protagonisten des Erfolgs verabschiedeten, ging der Blick vieler Fans von Jahn Regensburg eher skeptisch und ein Stück weit auch sorgenvoll in die Zukunft.

Doch nach neun Spieltagen stehen die Oberpfälzer mit ordentlichen elf Punkten im Tabellenmittelfeld und sind augenscheinlich trotz des enormen Aderlasses erneut konkurrenzfähig. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass sich die grundlegende Spielphilosophie kaum verändert hat. Der vom Co- zum Cheftrainer beförderte Mersad Selimbegovic knüpft nahtlos an die Arbeit von Vorgänger Beierlorzer an, was sich nicht nur, vor allem aber auch anhand einer Statistik erkennen lässt.

Regensburg foult oft, aber selten hart

Laut den auf sport.de einsehbaren Zahlen hat nur der SV Sandhausen noch ein Foul mehr begangen als der Jahn, der seine Gegner durchschnittlich 14,78 Mal pro Partie auf regelwidrige Art und Weise stoppt.

Bereits in den letzten Jahren griff Regensburg immer wieder zu kleinen Fouls, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen oder einen Angreifer bereits deutlich vor der gefährlichen Zone zu stoppen, wenn das eigene Pressing überspielt wurde. Kein Zufall war es in diesem Zusammenhang, dass Regensburg 2017/18 ligaweit die meisten gelben Karten kassierte und 2018/19 in diesem Ranking auf Rang vier stand.

Auch aktuell hat die Selimbegovic-Elf mit 22 wieder die meisten gelben Karten gesehen, ist aber noch ohne Platzverweis. Dass in den vergangenen 77 Zweitliga-Spielen nur vier Regensburger des Feldes verwiesen wurden, lässt dabei auch darauf schließen, dass die Jahn-Profis in der Regel keine schwerwiegenden, aber oft für die Spielkontrolle wichtigen Fouls verüben.

In der Bundesliga (Statistik wieder auf sport.de) beging an den ersten sieben Spieltagen übrigens keine Mannschaft mehr Fouls als der 1. FC Köln (durchschnittlich 16 pro Begegnung) – mit Trainer Achim Beierlorzer.

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