Jahn Regensburg: Nach der Pause wieder torgefährlicher?

Selimbegovic-Elf vor der Unterbrechung mit der formschwächsten Offensive

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.20 | 08:12
Andreas Albers

Andreas Albers (r.) wartet seit dem 22. Dezember auf sein siebtes Saisontor. © imago images / Eibner

Für Jahn Regensburg ist die aktuelle Corona-Zwangspause wohl nicht ganz ungelegen gekommen. Denn durch die drei Niederlagen in Folge beim VfB Stuttgart (0:2), gegen Dynamo Dresden (1:2) und beim Hamburger SV (1:2) ist die Gefahr für die Oberpfälzer, doch noch in den Abstiegskampf abzurutschen, wieder größer geworden. Sieben Punkte Vorsprung auf Rang 16 sind zwar noch immer ein ordentliches Polster, gleichzeitig aber auch kein Ruhekissen.

Die gute Ausgangsposition hat der Jahn indes vor allem den 29 Punkten aus den ersten 19 Spielen zu verdanken. Seitdem reichte es bei einem Sieg und fünf Niederlagen nur noch zu drei Zählern. Insbesondere auch deshalb, weil der Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic seit der Winterpause die Torgefährlichkeit abhanden gekommen ist.

Zur Winterpause stellte der Jahn mit 32 Toren aus 18 Spielen noch die ligaweit drittbeste Offensive. Seitdem kamen in den sieben Begegnungen anno 2020 nur noch vier Treffer hinzu – Negativwert zusammen mit dem Karlsruher SC!

Sebastian Stolze wieder dabei

Und doch gibt es mit Blick auf den für Anfang/Mitte Mai erhofften Re-Start der Liga Hoffnung. So wartet zwar mit Andreas Albers einer der beiden Mittelstürmer weiterhin seit dem 22. Dezember (3:2 beim VfL Bochum) auf sein siebtes Saisontor, doch dafür konnte Nebenmann Marco Grüttner seine sieben Spiele andauernde Flaute mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich bei der Niederlage in Hamburg unmittelbar vor der Liga-Unterbrechung beenden.

In Hamburg feierte überdies mit Sebastian Stolze der beste Scorer sein Comeback. Nach fünfwöchiger Pause aufgrund einer Gesichtsverletzung soll Stolze, der es bislang auf vier Treffer und sieben Vorlagen bringt, im Endspurt der Saison an seine bisherige Quote anknüpfen.

Finden dann auch noch die bislang wechselhaften, aber dennoch immer für ein Tor guten Jann George und Erik Wekesser einigermaßen zu Konstanz auf gutem Niveau, darf man sich im Jahnstadion wohl wieder auf mehr Heimtore freuen als zuletzt.