Jahn Regensburg: Probleme in vielen Bereichen

Dritte Pflichtspielpleite am Stück

Mersad Selimbegovic

Hat einiges zu tun: Mersad Selimbegovic. © imago images / Sascha Janne

Vom guten Saisonstart mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen gegen den VfL Bochum (3:1) und bei Hannover 96 (1:1) ist bei Jahn Regensburg nicht mehr viel übrig geblieben. Vielmehr wachsen nach drei Pflichtspielpleiten am Stück die Sorgen vor einem Absturz.

Dem Pokal-Aus beim 1. FC Saarbrücken (2:3) folgten zuletzt verdiente Niederlagen bei Greuther Fürth (0:1) und am gestrigen Samstag gegen Arminia Bielefeld (1:3), bei denen die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic keinen guten Eindruck hinterließ.

Anders als in den vergangenen beiden Jahren unter dem abgewanderten Erfolgstrainer Achim Beierlorzer gelang es Regensburg auch gegen Bielefeld nicht oder allenfalls selten, dem Gegner mit aggressivem Pressing den Schneid abzukaufen und auf diese Weise die Spielkontrolle zu erlangen. Engagement und Leidenschaft konnte man dem Jahn zwar auch gegen die Arminia nicht absprechen, doch die einzelnen Rädchen griffen insbesondere im Spiel gegen den Ball nicht so ineinander, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Mit Ball setzt Regensburg wie in den Vorjahren weiter auf eine eher einfache Spielanlage mit vielen weiten Bällen und einem Fokus auf die Flügel. Ohne Hamadi Al Ghaddioui (VfB Stuttgart) und Sargis Adamyan (TSG 1899 Hoffenheim) blieb der Erfolg damit bislang aber aus. Beide Abgänge wurden zumindest den bisherigen Eindrücken zufolge nicht kompensiert und auch Adrian Fein (HSV) sowie Maximilian Thalhammer (FC Ingolstadt) haben im Mittelfeld eine bisher nicht wirklich geschlossene Lücke hinterlassen.

Leader mit Problemen

Die Regensburger Probleme sind nach vier Spieltagen vielschichtig und mutmaßlich nicht ohne Weiteres zu beheben, zumal in der Mannschaft momentan die Führungsspieler fehlen bzw. nicht bei 100 Prozent sind.

Abwehrchef Marcel Correia plagte sich zuletzt mit einer Prellung herum, während Marco Grüttner aktuell nicht die Torgefahr der vergangenen Jahre ausstrahlt. Ansonsten sind nach dem Abgang von Philipp Pentke (TSG 1899 Hoffenheim) kaum Spieler vorhanden, die vorangehen können. Vielleicht noch Andreas Geipl, der sich aber auch auf Formsuche befindet.

Klar ist, dass die Begegnung am kommenden Wochenende bei Wehen Wiesbaden enorme Bedeutung besitzt. Wird beim Schlusslicht nicht gepunktet, drohen auch angesichts des folgenden Programms mit Spielen gegen den VfB Stuttgart, bei Dynamo Dresden und gegen den Hamburger SV schwierige Zeiten.

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