Jahn Regensburg: Startet Albion Vrenezi im zweiten Anlauf durch?

Rückkehrer aus Würzburg in guter Frühform

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 16.09.20 | 08:14
Albion Vrenezi

Albion Vrenezi hat im DFB-Pokal einen guten Saisonstart hingelegt. © imago images / Eibner

Dank einer Portion Glück und Elfmetertöter Alexander Meyer ist Jahn Regensburg am Sonntagnachmittag der Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals gelungen, der den Oberpfälzern in Corona-Zeiten nochmals wichtigere Zusatzeinnahmen beschert. Meyer war nach dem gewonnenen Elfmeterschießen natürlich der gefeierte Held, doch neben dem Schlussmann avancierte auch Albion Vrenezi zu einem Gewinner des Gastspiels auf dem Betzenberg.

In Abwesenheit der verletzten Jann George und Sebastian Stolze bildete Vrenezi als Rechtsaußen die Flügelzange mit Charalampos Makridis. Und schon nach vier Minuten hatte sich die Aufstellung des Deutsch-Kosovaren ausgezahlt. Nach einem Ballverlust des FCK wurde Vrenezi von Kaan Caliskaner in Szene gesetzt und brachte den Jahn früh in Führung.

Auch danach stellte der 26-Jährige die Hintermannschaft der Roten Teufel immer wieder vor Probleme, sei es mit einem Pass in die Tiefe auf Caliskaner, mit einigen Dribblings oder einem weiteren, gefährlichen Abschluss in der Verlängerung. Vrenezi, der überdies auch im Elfmeterschießen souverän verwandelte, unterstrich damit seine schon in der Vorbereitung gezeigte, ansprechende Frühform. So hatte der wenige Offensivmann bei der Generalprobe gegen den Linzer ASK (1:1) den Regensburger Treffer durch Andreas Albers vorbereitet.

Leihe nach Würzburg bringt Spielpraxis

2017 vom SV Sandhausen gekommen verbuchte Vrenezi in seinen ersten beiden Jahren in Regensburg überschaubare 24 Zweitliga-Einsätze und blieb bei drei Assists ohne Tor. Als Leihspieler bei den Würzburger Kickers sammelte der beidfüßige Dribbelkönig dann aber vergangene Saison mit 32 Partien in der 3. Liga reichlich Spielpraxis und trug mit fünf Treffern sowie zwei Vorlagen zum Aufstieg der Unterfranken bei.

Nun sieht es so aus, als könnte Vrenezi im zweiten Anlauf beim Jahn den Durchbruch schaffen. Auch dann, wenn der letztjährige Top-Scorer Sebastian Stolze, der nach Adduktorenproblemen Fortschritte macht, zeitnah wieder zur Verfügung stehen sollte, führt im Moment wohl kein Weg an Vrenezi vorbei, der problemlos auch auf die linke Seite wechseln könnte.