Jahn Regensburg: Tom Baack an alter Wirkungsstätte in der Startelf?

Ersatz für den gesperrten Max Besuschkow gesucht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 20.12.19 | 15:38
Tom Baack beim Einwurf.

Heute beim Jahn, früher beim VfL Bochum: Tom Baack. ©Imago images/De Fodi

Update (15:20 Uhr):
Mersad Selimbegovic gab auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel Einblick in die Personalsituation vor dem Spiel gegen Bochum. Marc Lais laboriert laut dem Chefcoach an Adduktorenproblemen, für ihn werde es knapp. Noch nicht in die Karten schauen lassen wollte sich Selimbegovic, wer den Ersatzmann für den gesperrten Besuschkow gibt. Es gebe „nicht nur eine, nicht nur zwei, sondern ein bisschen mehr Optionen“, so der Fußballlehrer.

Ursprünglicher Artikel:
Nach vier Zweitliga-Einsätzen in der vergangenen Saison für den VfL Bochum versprach sich Tom Baack von seinem Wechsel im Sommer zu Jahn Regensburg in erster Linie deutlich mehr Spielzeit. Und der Start hätte kaum besser verlaufen können. Zwar fehlte der 20-Jährige am ersten Spieltag just im Heimspiel gegen Bochum in der Startelf, wurde aber eingewechselt und machte mit seinem ersten Profi-Tor zum 3:1-Endstand den Auftaktsieg perfekt.

Danach allerdings musste Baack, der zwischenzeitlich von einem Infekt zurückgeworfen wurde, bis zum vergangenen Wochenende auf seinen zweiten Einsatz warten. Bei Erzgebirge Aue kam der Junioren-Nationalspieler nach 66 Minuten für den gelb-rot-gefährdeten Benedikt Gimber in Spiel und konnte vielleicht auch schon mit Blick auf den Jahresabschluss am Sonntag Spielpraxis sammeln.

Geipl und Lais als Alternativen

Dann führt der Spielplan den Jahn nach Bochum, wo Baack an alter Wirkungsstätte natürlich liebend gerne mitwirken würde. Und die Chancen des gebürtigen Esseners, der insgesamt 13 Jahre lang in Bochum ausgebildet wurde, stehen wohl nicht ganz schlecht. Zwar dürfte Gimber auf der Doppelsechs gesetzt sein, doch dessen Nebenmann Max Besuschkow fällt aufgrund einer in Aue eingehandelten Gelbsperre aus.

Baack ist nun eine von mehreren Alternativen für Trainer Mersad Selimbegovic – und dabei tendenziell die erste Wahl. Ein Einsatz von Andreas Geipl, der nach einer Anfang Oktober erlittenen Muskelverletzung seit vergangener Woche wieder voll trainiert, wäre zwar wohl möglich, aber es ist fraglich, ob Selimbegovic kurz vor der Winterpause in dieser Personalie ein nicht zwingend nötiges Risiko eingehen wird. Marc Lais wäre eine weitere Option, wobei der 28-Jährige auch erst bei zwei Saisoneinsätzen steht und in Aue komplett im Kader fehlte.

Sofern sich Selimbegovic nicht für eine überraschende interne Versetzung von Rechtsverteidiger Benedikt Saller ins defensive Mittelfeld entscheidet, wird dort folglich ein Akteur mit wenig Spielpraxis auflaufen. Ob es sich dabei um einen Nachteil handelt, wird sich freilich erst nach den 90 Minuten final beurteilen lassen.