Jahn Regensburg: Wieder unangenehm und erfolgreich

Oberpfälzer nach drei Spieltagen noch unbesiegt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 05.10.20 | 08:25
Alexander Meyer

Aktuell ein bärenstarker Rückhalt: Alexander Meyer. © imago images / Rust

Während der Vorbereitung musste man sich als Fan von Jahn Regensburg durchaus Sorgen machen, präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic doch gerade in den ersten Testspielen alles andere als überzeugend. Nach drei Spieltagen steht nun aber eine respektable Bilanz von fünf Punkten zu Buche.

Torwart Alexander Meyer ragt heraus

Nach Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) und bei Darmstadt 98 (0:0), zwei von vielen Experten stärker eingeschätzte Gegner, gelang Regensburg am Samstag mit einem 1:0 gegen den Karlsruher SC der erste Saisonsieg. Zu verdanken hatten die Oberpfälzer diesen und die gegnerische Null zu großen Teilen einem starken Alexander Meyer im Tor, der einen Elfmeter von KSC-Torjäger Philipp Hofmann entschärfte und seine starke Vorstellung von Darmstadt bestätigen konnte.

Der im Vorjahr vom VfB Stuttgart gekommene Keeper ist mehr und mehr auf dem Weg zum absoluten Leistungsträger und zu einem Führungsspieler, der nach den Abgängen von Andreas Geipl, Marcel Correia und Marco Grüttner umso mehr gefragt ist.

Eine Bank zwischen den Pfosten ist indes nur ein Grund für den guten Regensburger Start. Ein weiterer, noch wesentlicherer Faktor ist, dass der Jahn wie in seinen besten Phasen der vergangenen Jahren wieder als sehr unangenehm zu bespielende, weil körperlich sehr präsente und robust zu Werke gehende Einheit auftritt. Dazu passt, dass Regensburg an den ersten drei Spieltagen stets mehr gelaufen ist als der Gegner und mit Einsatzwillen sowie Leidenschaft die eine oder andere spielerische Schwäche übertünchen konnte.

Gimber fehlt in Düsseldorf

Gleichwohl will und muss sich der Jahn bei allem Fokus auf eine defensive Stabilität auch spielerisch entwickeln. Ob die gegen den KSC erstmals angewandte 4-2-3-1-Grundordnung eine Zukunft hat, bleibt dabei abzuwarten. Christoph Moritz als Zehner vor einer Doppelsechs und hinter nur einer Spitze ist aber sicherlich ein Modell, das weitere Chancen verdient hat.

Allerdings könnte Moritz nach der Länderspielpause beim Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf in anderer Rolle gefragt sein. Weil Kapitän Benedikt Gimber nach seiner gelb-roten Karte gegen den KSC fehlt, ist der Neuzugang vom Hamburger SV ein heißer Kandidat als zweiter Sechser. Denkbar aber auch, dass Oliver Hein ins defensive Mittelfeld rückt und dafür Benedikt Saller als Rechtsverteidiger beginnt.