KSC: Anton Fink wieder gefragt?

Torjäger Hofmann fehlt in Aue gesperrt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 03.06.20 | 17:13

Anton Fink

Letztmals im Dezember in der Startelf: Anton Fink. © imago images / foto2press

Mit 13 Toren und vier Vorlagen war Philipp Hofmann in dieser Saison an rund 46 Prozent der insgesamt 37 Treffer des Karlsruher SC direkt beteiligt. Wo die Badener ohne den Angreifer, dessen ablösefreie Verpflichtung von Eintracht Braunschweig im vergangenen Sommer sich als Glücksgriff erwiesen hat, stehen würden, vermag man sich kaum auszurechnen. Am Sonntag bei Erzgebirge Aue muss Trainer Christian Eichner allerdings auf den 27-Jährigen verzichten.

Hofmann, der in allen bisherigen 29 Saisonspielen auf dem Platz stand und dabei lediglich einmal von der Bank kam, handelte sich beim 1:1 gegen den FC St. Pauli am vergangenen Wochenende eine Gelbsperre ein, die Coach Eichner vor eine knifflige Aufgabe stellt. Denn weder ist ein gleichwertiger Ersatz für Hofmann vorhanden noch ein ähnlicher Spielertyp. Babacar Gueye, der mit 1,90 Meter ebenfalls ein großgewachsener Mittelstürmer ist wie der noch fünf Zentimeter größere Hofmann, wäre letzteres zwar, fällt aber mit Sprunggelenksproblemen weiterhin aus.

Nachdem Marvin Pourié im Winter nach Braunschweig verliehen wurde, ist die Auswahl im Sturm ohne Hofmann und Gueye nun ziemlich überschaubar. Letztlich bieten sich abgesehen von einer nicht zu erwartenden falschen Neun bzw. dem Verzicht auf einen zentralen Angreifer vor allem zwei Alternativen.

Djuricin oder Fink?

Zum einen könnte Marco Djuricin, der im Sommer eigentlich als Option für den Sturm geholt wurde, zuletzt aber zweimal als Linksaußen agierte, in die Mitte rücken. Zum anderen steht mit Anton Fink aber noch ein erfahrener Angreifer zur Verfügung. Der 32-Jährige fühlt sich zwar in hängender Rolle hinter oder neben einem Mittelstürmer wohler, könnte aushilfsweise aber auch ganz in die Spitze rücken.

Für Fink, der sich unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten bereits im Herbst mit einem Wechsel beschäftigt hat, könnte sich nach bislang nur drei Startelfeinsätzen in dieser Saison so angesichts seines auslaufenden Vertrages die Chance bieten, Werbung in eigener Sache zu betreiben - sei es für einen Verbleib in Karlsruhe oder aber bei anderen Klubs. Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass Fink erneut nur die Jokerrolle bleibt und sich Djuricin im Zentrum bewähren darf.

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