KSC: David Pisot äußert Unverständnis

Kapitän will seine Reservistenrolle nicht akzeptieren

David Pisot

Beim 2:0-Sieg in Sandhausen nur auf der Bank: David Pisot. © imago images / eu-images

Mit der Entscheidung, Kapitän David Pisot auf die Bank zu setzen, hat Christian Eichner vor der Partie am Sonntag beim SV Sandhausen für Aufsehen gesorgt. Letztlich hat der Trainer des Karlsruher SC mit der Aufstellung des 22-jährigen Christoph Kobald, der seine Sache beim 2:0-Auswärtssieg ordentlich gemacht hat, aber sicherlich nichts falsch gemacht. Pisot freilich war mit der Entscheidung alles andere als glücklich und machte nun seinem Ärger Luft.

Der 32-Jährige, der seit seiner Verpflichtung von den Würzburger Kickers im Sommer 2017 98 Ligaspiele in Folge über die kompletten 90 Minuten bestritten hatte, ließ gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten durchblicken, sich nach acht sieglosen Spielen als „Sündenbock“ zu fühlen und erklärte, über den Umgang mit ihm „sehr überrascht“ und zugleich „enttäuscht“ gewesen zu sein.

Diese Maßnahme ist für mich unverständlich. (David Pisot)

„Für den Zeitpunkt und für die Art, wie ich herausgenommen wurde, gibt es für mich keine sportliche Begründung. Diese Maßnahme ist für mich unverständlich“, so Pisot, der wohl nicht ganz zu Unrecht vermutet, dass es ohne den im letzten Heimspiel gegen den VfL Osnabrück (1:1) spät kassierten Ausgleich nicht zu seiner Versetzung auf die Bank gekommen wäre.

Gegen Nürnberg wohl wieder mit Kobald

Pisot, der erst wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie in Sandhausen von Eichner über seine Reservistenrolle informiert wurde, zeigt sich allerdings ebenso kämpferisch. „Ich werde alles dafür tun, dass ich schnellstens wieder in der Mannschaft bin. Ich habe jahrelang meine Leistung gebracht für den Verein und mir nichts zuschulden kommen lassen.“

Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass Pisot am Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg in die Startelf zurückkehren wird. Vielmehr dürfte Kobald, den Coach Eichner fußballerisch etwas stärker sieht, erneut den Vorzug erhalten.