KSC: Konkurrenzkämpfe auf mehreren Positionen

Christian Eichner vor kniffligen Entscheidungen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 11.11.20 | 09:58
Christoph Kobald im KSC-Dress.

Christoph Kobald ist nach seiner verbüßten Sperre wieder eine Option. ©imago images/Sportfoto Rudel

Dank des 3:0-Sieges beim FC St. Pauli ist der Karlsruher SC auf einem Nicht-Abstiegsplatz und mit einem guten Gefühl in die zweiwöchige Pflichtspielpause gegangen, nach der die Badener bei Eintracht Braunschweig direkt erneut ran müssen. Darauf, welche Elf Trainer Christian Eichner dann auf den Platz schicken wird, darf man gespannt sein, hat der Konkurrenzkampf doch nun richtig Fahrt aufgenommen.

Auf St. Pauli bewährte sich Daniel Gordon bei seiner Saisonpremiere als Ersatz für den gesperrten Christoph Kobald in der Innenverteidigung. Der 35-Jährige wird aber wohl seinem 13 Jahre jüngeren Kollegen wieder weichen müssen, hat Kobald doch bis zu seiner zumindest strittigen gelb-roten Karte gegen Darmstadt 98 (3:4) eine gute Saison gespielt.

Mit seinem Treffer zum 1:0 auf St. Pauli hat unterdessen Marco Thiede seine bislang starke Saison auf der rechten Abwehrseite bestätigt. Nachlassen darf der 28-Jährige allerdings weiterhin nicht, befindet sich mit dem nachverpflichteten Sebastian Jung doch ein gestandener Konkurrent in Lauerstellung. Auch auf der linken Abwehrseite ist das Rennen zwischen Philip Heise und Dirk Carlson eng, wobei letzterer aufgrund seiner Reise zur luxemburgischen Nationalmannschaft erst einmal keine Eigenwerbung betreiben kann – weder im Training noch im Testspiel am Donnerstag gegen den FC Augsburg.

Fünf Optionen für die beiden Flügel

Dann wird auch der erneut für die deutsche U21 nominierte Dominik Kother fehlen, der auf St. Pauli nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre 90 Minuten auf der Bank blieb. Für den 20-Jährigen ist die Konkurrenz im Moment besonders groß. Erst recht, nachdem Marc Lorenz bei seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Saison am Millerntor auf links eine starke Vorstellung abgeliefert hat. Neben Kother und Lorenz bewerben sich zudem Benjamin Goller, Kyoung-Rok Choi und Marco Djuricin um die zwei Flügelpositionen, wobei letzterer am vergangenen Wochenende wegen Hüftproblemen passen musste.

Wer in Braunschweig den gesetzten Mittelstürmer Philipp Hofmann mit Vorlagen füttern darf und selbst über Außen gefährlich werden soll, bleibt abzuwarten und wird sich vermutlich erst in den Tagen vor dem Spiel entscheiden. Für Coach Eichner gibt es aber sicherlich Schlimmeres als gleich mehrfach die Qual der Wahl zu haben.