SV Sandhausen: Kann sich ein Eigengewächs etablieren?

Jannis Reuss und Roman Hauk in der Vorbereitung dabei

Uwe Koschinat

Uwe Koschinat macht sich im Training auch ein Bild vom Nachwuchs. © imago images / foto2press

Der SV Sandhausen geht in sein achtes Zweitliga-Jahr in Folge. Wer diese Entwicklung nach dem erstmaligen Aufstieg ins Unterhaus des deutschen Fußballs im Jahr 2012 prognostiziert hat, dürfte damals eher ein müdes Lächeln geerntet haben. Doch Sandhausen hat den Abstieg all die Jahre mal mehr und mal weniger knapp vermeiden können. Auch dank einer oftmals klugen Personalpolitik.

Etwas zu kurz gekommen ist bei allem Erfolg der Profis allerdings die Förderung des eigenen Nachwuchs. Die U19 und die U17 spielten zwar auch in der abgelaufenen Saison in der Oberliga Baden-Württemberg eine gute Rolle, waren aber dennoch jeweils klar vom Aufstieg in die Junioren-Bundesligen entfernt.

Ein Trio bleibt ohne Einsatz

Im Nachwuchsbereich nicht auf höchstem Niveau gefordert zu werden, ist neben der großen Konkurrenz im Umland mit der TSG 1899 Hoffenheim, dem Karlsruher SC und auch Waldhof Mannheim sicherlich ein Grund dafür, dass Eigengewächsen des SVS der Durchbruch nicht gelingt. Seit dem Zweitliga-Aufstieg 2012 rückten lediglich die Torhüter Michael Hiegl und Dominik Machmeier sowie Innenverteidiger Max Müller in den Profikader auf.

Der 2012 in den Profikader aufgenommene und heute vereinslose Hiegl blieb indes ebenso ohne Zweitliga-Einsatz wie der 2014 nach oben gezogene Machmeier, der seit 2018 für den ASV Eppelheim spielt. Auch Müller, der in der U19 vom KSC kam und 2013 aufrückte, durfte zweitklassig nicht ran und ist nach Stationen in Österreich und England inzwischen für den FCA Walldorf am Ball.

Engpass in der Innenverteidigung als Chance für Hauk und Reuss

In den vergangenen Jahren verzichtete der SVS ganz darauf, eigene Talente in den Profikader aufzunehmen. Nun aber könnten gleich zwei Akteure die lange Nachwuchsflaute beenden. Mit Jannis Reuss und Roman Hauk absolvieren zwei zumindest teilweise selbst ausgebildete Innenverteidiger die gesamte Vorbereitung mit dem Team von Trainer Uwe Koschinat.

Der 20-jährige Hauk hat in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits in der zweiten Mannschaft Erfahrungen im Erwachsenenbereich gesammelt und darf sich nun ebenso beweisen wie der ein Jahr jüngere Reuss, der 2017 von der TSG 1899 Hoffenheim an den Hardtwald gekommen ist und ab der neuen Saison auch nicht mehr in der U19 spielen darf.

Nach dem Abgang von Tim Knipping und weil Markus Karl sowie Tim Kister nach schweren Verletzungen noch keine Option sind, stehen derzeit mit Jesper Verlaat und Aleksandr Zhirov nur zwei gestandene Innenverteidiger zur Verfügung. Zumindest in den Testspielen sollten Reuss und Hauk deshalb ihre Bewährungschancen erhalten.

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