Würzburger Kickers: Kopacz-Wechsel bestätigt

Offensivmann zuletzt auf Leihbasis in Polen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 31.07.20 | 11:14
Michael Schiele

Darf sich auf seinen zweiten Neuzugang freuen: Trainer Michael Schiele. © imago images / foto2press

Update (31.7.2020, 11:10 Uhr):
Die Würzburger Kickers haben den Transfer von David Kopacz offiziell bestätigt. Er erhält einen Vertrag bis 2023 am Dallenberg. „Die Verpflichtung von David unterstreicht unseren eingeschlagenen Weg, mit jungen und hungrigen Spielern zu arbeiten. David hat ein hohes Maß an Spielübersicht und Spielintelligenz, ist zudem im offensiven Mittelfeld variabel einsetzbar“, so Kickers-Coach Michael Schiele.

Ursprünglicher Artikel:
Mit dem ablösefreien Abschied von Top-Scorer Fabio Kaufmann zum alten und neuen Ligarivalen Eintracht Braunschweig mussten die Würzburger Kickers am gestrigen Mittwoch einen herben Nackenschlag wegstecken. Nach Sebastian Schuppan (Karriereende) sowie den nur ausgeliehenen Simon Rhein (1. FC Nürnberg), Robert Herrmann (Erzgebirge Aue), Jonas David (Hamburger SV) und Albion Vrenezi (Jahn Regensburg) stehen damit nun bereits sechs Akteure mit mehr oder weniger großem Anteil am Aufstieg vorerst nicht mehr zur Verfügung.

Auf der anderen Seite zeichnet sich dafür aber nach Innenverteidiger Tobias Kraulich vom 1. FC Nürnberg II ein zweiter Neuzugang ab. Wie die Mainpost berichtet, befindet sich David Kopacz im Anflug auf Würzburg. Der 21-Jährige, der in den vergangenen Tagen auch mit dem SV Sandhausen in Verbindung gebracht wurde, kommt offenbar vom VfB Stuttgart zu den Kickers.

Spielpraxis in Polen

Kopacz, der von 2007 bis 2018 elf Jahre lang im Nachwuchs von Borussia Dortmund ausgebildet wurde, hat in Stuttgart den erhofften Durchbruch nicht geschafft. 2018 direkt aus der U19 des BVB nach Stuttgart gewechselt, reichte es für den offensiven Mittelfeldspieler, der sowohl zentral als auch auf beiden Flügeln eingesetzt werden kann, im ersten Jahr bei den Schwaben nur zu 17 Einsätzen in der Regionalliga-Mannschaft.

Vergangene Saison war der in Iserlohn geborene Deutsch-Pole dann an Gornik Zabrze verliehen. In der polnischen Ekstraklasa absolvierte Kopacz 23 Partien, war bei nur zwölf Startelfeinsätzen aber lediglich teilweise Stammspieler. Dabei verbuchte Kopacz, der von der U15 bis zur U21 sämtliche Junioren-Auswahlmannschaften Polens durchlaufen hat, zwar kein eigenes Tor, aber immerhin einen Assist.

Trotz eines noch bis 2022 laufenden Vertrages will Stuttgart dem technisch beschlagenen Rechtsfuß, der auf dem rechten Flügel auch direkt in die Fußstapfen Kaufmanns treten könnte, keine Steine in den Weg legen. Gut möglich, dass der Transfer zeitnah auch offiziell verkündet wird.