Würzburger Kickers: Fabian Giefer ist die neue Nummer eins

Trainer Schiele setzt im Tor auf Erfahrung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.09.20 | 08:32
Fabian Giefer von den Würzburger Kickers

Soll beim Aufsteiger zum Rückhalt werden: Fabian Giefer. © imago images / PAssion2Press

Die Würzburger Kickers haben es verpasst, ihren Titel im bayerischen Landespokal zu verteidigen. Nach dem souveränen 5:1-Sieg im Halbfinale unter der Woche bei Viktoria Aschaffenburg musste sich der Zweitliga-Aufsteiger am gestrigen Samstag im Endspiel dem TSV 1860 München nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit letztlich im Elfmeterschießen geschlagen geben.

Bitter vor allem, dass die Münchner Löwen den Kickers mit ihrem Ausgleichtreffer in der 90. Minute durch Fabian Greilinger den fast schon sicheren Sieg noch entrissen. Zuvor hatte Neuzugang Arne Feick Würzburg nach einer knappen Stunde per direkt verwandeltem Freistoß in Führung gebracht.

Kickers-Trainer Michael Schiele haderte nach der Partie auf der Klub-Homepage mit dem unnötigerweise aus der Hand gegebenen Sieg: „Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel nicht bis zum Ende durchgezogen haben und waren in der Ping-Pong-Szene vor dem Ausgleich nicht konsequent genug“, so der Coach, dessen Mannschaft bei einem Kopfbaltreffer von Dominic Baumann um ein Haar am wohl vorentscheidenden 2:0 vorbeigeschrammt war.

Vincent Müller zunächst nur zweite Wahl

Unterdessen ist die Entscheidung über den Platz im Kickers-Tor gefallen. Coach Schiele hatte im Vorfeld angekündigt, dass gegen 1860 München die künftige Nummer eins beginnen wird. Die Wahl fiel dabei auf Neuzugang Fabian Giefer, der den Vorzug vor Youngster und Aufstiegskeeper Vincent Müller erhält.

Wirklich überraschend ist es nicht, dass Schiele in einer insgesamt jungen Mannschaft auf den erfahrenen Giefer zwischen den Pfosten setzt. Der 30-Jährige muss nach drei Jahren mit kaum Spielpraxis beim FC Augsburg das Vertrauen aber zurückzahlen. Schließlich dürfte sich der zehn Jahre jüngere Müller, der auch in die vergangene Saison zunächst als Ersatzkeeper gestartet, dann aber nach dem zehnten Spieltag zum Rückhalt avanciert ist und auch schon in der Bundesliga Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, kaum kampflos in sein Schicksal fügen.