Würzburger Kickers: Hollerbach bleibt ruhig

Trainer will nichts von einer Krise wissen

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Donnerstag, 23.03.17 | 08:22
Bernd Hollerbach, Coach in seiner Heimatstadt Würzburg.

Bernd Hollerbach ist seit 2014 Trainer der Würzburger Kickers. ©Imago

Sechs Pleiten in den jüngsten sieben Spielen, noch kein Sieg im Jahr 2017 und insgesamt nur ein Erfolg in den vergangenen 13 Partien. Viele würden angesichts dieser Zahlen sicher von einer veritablen Krise bei den Würzburger Kickers sprechen. Nicht so FWK-Trainer Bernd Hollerbach.

„ Wir hatten zweieinhalb Jahre nur Sonnenschein. Jetzt haben wir auch mal Regen. ”
Bernd Hollerbach

In der Sport Bild (Heft 12/17 vom 22.03.2017) sagte der Coach: „Wir haben keine Krise! Wir hatten zweieinhalb Jahre nur Sonnenschein. Jetzt haben wir auch mal Regen. Das ist ganz normal.“ Hollerbach meint damit, dass man nicht davon ausgehen dürfe, dass es nach dem Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga einfach so weitergehen würde. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass die Kickers den kleinsten Etat der Liga haben.

Stadt Würzburg in der Pflicht

Durch die starke Hinrunde, in der es insgesamt nur vier Niederlagen gab, haben die Würzburger aber eben gewisse Erwartungen im Umfeld geschürt. Das nähmen natürlich auch die Spieler wahr, so Hollerbach weiter. Der 47-jährige Übungsleiter mahnt deshalb zur Ruhe und Gelassenheit, denn: „Unser Märchen ist einigen außerhalb vielleicht ein wenig zu Kopf gestiegen.“

„ Wenn man etwas Großes erreichen will, müssen alle das aus vollem Herzen wollen. ”
Bernd Hollerbach

Damit das Märchen durch den Klassenerhalt in der kommenden Saison ein neues Kapitel bekommt, seien nun alle gefordert – insbesondere auch die Stadt Würzburg. Von dort vermisst Bernd Hollerbach angemessene Unterstützung: „Wenn man hier in Würzburg etwas Großes erreichen will, müssen alle das aus vollem Herzen wollen. Das Gefühl habe ich nicht.“

In der momentanen Länderspielpause hat Hollerbach vielleicht die nötige Zeit, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, um das Abstiegsgespenst schnellstmöglich wieder aus Würzburg zu verjagen. Aktuell hat der FWK noch sechs Punkte Vorsprung auf die bedrohte Zone. Schon in den nächsten beiden Partien können die Kickers den Grundstein für den Klassenerhalt legen: Mit Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC treffen sie nämlich auf zwei Teams, die im Moment einen Abstiegsplatz belegen.

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