Würzburger Kickers: Trares erwartet „Abreibungskampf“

Endspiel gegen St. Pauli?

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 05.01.2021 | 12:25
Bernhard Trares bei den Würzburger Kickers

Bernhard Trares erwartet viel von seiner Mannschaft. ©Imago images/Zink

Die Ausgangslage ist für die Würzburger Kickers wie für den FC St. Pauli vor dem direkten Duell am Mittwoch klar: Drei Punkte müssen her, um im Abstiegskampf Boden gutzumachen und den Konkurrenten unter Druck zu setzen. Trotz der ähnlichen Situation überrascht die unterschiedliche Herangehensweise der Trainer vor der Partie.

„Jetzt haben wir ein richtiges Endspiel gegen St. Pauli, das du unbedingt gewinnen willst“, sagt etwa FWK-Trainer Bernhard Trares, während sein Gegenüber derartige Kampfansagen vermeidet: „Ich bin weit davon entfernt, von einem Endspiel zu sprechen“, so St. Paulis Trainer Timo Schultz auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Unterschiedliche Herangehensweisen

Trares´ Wortwahl ist nicht ohne Grund deutlicher, wenn er von einem zu erwartenden „Abreibungskampf“ spricht, in dem es um „Wille, Entschlossenheit und darum, das eigene Tor zu verteidigen“, geht. Die Würzburger Kickers stehen bei erst vier Punkten aus 13 Partien mehr unter Zugzwang als St. Pauli, das mit einem „Dreier“ die direkten Abstiegsränge verlassen könnte.

Mit „Optimismus und Überzeugung“, fahre der FC St. Pauli nach Würzburg und Schultz ist sichtlich bemüht, vor der Partie eine positive Grundstimmung herzustellen. Personell gibt es nicht viele Änderungen beim Kiezklub, wohl aber bei den Würzburger Kickers.

Verstärkungen an Bord

Stefan Maierhofer, Rolf Feltscher und Marvin Pieringer sind jetzt spielberechtigt. Ob sie starten, darauf wollte sich Trares noch nicht festlegen. Angesichts der Defizite, die beim jüngsten 2:4 gegen den KSC erneut schonungslos offengelegt wurden, sind Änderungen allerdings höchstwahrscheinlich.

Mit Pieringer und Maierhofer haben die Kickers zwei Stürmer verpflichtet, die als Anspielstation dienen, den Ball verarbeiten und damit den Druck von der Defensive nehmen können. Rolf Feltscher wird wohl direkt gefragt sein, die rechte Abwehrseite dicht zu bekommen.

Unabhängig von der anstehenden Partie bemühen sich die Kickers um weitere Verstärkungen. Wie op-online.de berichtet soll dabei Interesse an Ko Sawada bestehen. Der 29-Jährige kickt aktuell in seiner Heimat Japan, war von 2014 bis 2019 auf deutschen Fußballplätzen unterwegs und kann für Gefahr aus dem offensiven Mittelfeld sorgen – allerdings bewies er das bisher höchstens in der Regionalliga.

Diese Geschehnisse geht es wenn möglich auszublenden, wenn es für die Kickers gegen St. Pauli auf den Platz geht. Ob Endspiel oder nicht: „Es muss ein Anfang gemacht werden“, weiß der erfahrene Arne Feick.