1. FC Kaiserslautern: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2017/18

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Sonntag, 22.10.17 | 07:58
Sebastian Andersson am Ball für den 1. FC Kaiserslautern

Matchwinner: Neuzugang Sebastian Andersson traf zuletzt vier Mal in zwei Partien ©Imago/foto2press

Der 1. FC Kaiserslautern ist schwach in die Saison gestartet, woran sicherlich auch die Transferpolitik der roten Teufel nicht ganz unschuldig ist. Liga-Zwei.de zieht eine erste Bilanz und zeigt, wie sich die die Neuzugänge beim pfälzischen Traditionsklub bislang schlugen.

Sebastian Andersson:
Wie das gesamte Team kam der Schwede nur schwer in Fahrt. Seit dem Trainerwechsel blüht Andersson allerdings auf. Mit drei Treffern sorgte er gegen Greuther Fürth fast im Alleingang für den Sieg, im jüngst mauen Auftritt bei St. Pauli setzte er sich beeindruckend durch und sicherte Lautern somit einen Punkt. In dieser Form ist der Angreifer momentan die Lebensversicherung der roten Teufel. Auch interessant – Sebastian Andersson im Spieler-Vergleich mit Borys Tashchy.

Brandon Borrello:
Der Australier kickte zuvor stets in seiner Heimat, ihm ist anzumerken, dass er noch etwas Umstellungszeit benötigt. Nach seiner Einwechslung gegen Fürth zeigte er sein Potential. Entwickelt er sich weiter, kann er für die Lauterer längerfristig zu einer Verstärkung werden.

Mads Albaek:
Der hochveranlagte Däne stand in den ersten vier Partien in der Startelf, hatte jedoch unerwartete Anpassungsprobleme an die neue Liga und konnte daher nicht wie erhofft als Führungsspieler vorangehen. Momentan ist der Mittelfeldspieler wegen einer Schambeinreizung außer Gefecht. Spannend wird zu beobachten sein, ob er sich nach seiner Genesung gegen die momentane Mittelfeldzentrale Fechner/Moritz durchsetzen kann.

Wann spielt Lautern gegen wen – hier geht’s zum Team-Spielplan

Baris Atik:
Technisch versiert, im Umschaltspiel jedoch oft zu sorglos: Atik durfte in sieben der ersten acht Partien von Beginn an ran und zeigte dabei durchaus gute Einzelaktionen. Zuletzt hatte er es unter Strasser jedoch schwer, weil dieser auf zwei waschechte Außenstürmer setzt und Atik als Spielmacher-Typ daher nicht ins System passt. Er könnte jedoch durch seine angesprochene individuelle Klasse auch als Einwechselspieler wichtig werden.

Gervane Kastaneer:
Zu Saisonbeginn war der Holländer verletzt, dann stand er zwischenzeitlich nicht im Kader. Unter Strasser durfte er zuletzt jedoch zweimal von Beginn an ran. Dabei zeigte er sich stets bemüht und fleißig in der Rückwärtsbewegung. Offensiv könnte der pfeilschnelle Flügelspieler zu einer gefährlichen Waffe werden, allerdings muss er dafür zunächst gut in Szene gesetzt werden.

Benjamin Kessel:
Der Rückkehrer ist ein wichtiger Teil der Mannschaft, stand seit dem zweiten Spieltag stets auf dem Platz. Dabei wurde er als Innenverteidiger sowie auf der rechten Defensivseite aufgeboten und erledigte seine Aufgaben meist solide, ohne zu glänzen. Sein Aufbauspiel aus der Abwehr heraus ist noch verbesserungswürdig.

Mads Albaek am Ball für den 1. FC Kaiserslautern

Wann avanciert Mads Albaek zum Leistungsträger? ©Imago/Revierfoto

Giuliano Modica:
Im ersten Saisonspiel zog sich der Verteidiger eine Oberschenkelverletzung zu und war danach außer Gefecht. In den jüngsten drei Partien stand er jedoch wieder von Beginn an auf dem Platz. Zeigte er beim 0:5 gegen Union Berlin noch eine schwache Leistung, steigerte er sich in den nächsten beiden Spielen, fällt im Vergleich zu seinen Nebenmännern in der Dreierkette jedoch noch etwas ab.

Marcel Correia:
Auch Correia kehrte an den Betze zurück, allerdings konnte auch er die namhaften Abgänge in der Innenverteidigung noch nicht vergessen machen. Bisher konnte der Abwehrspieler sein Leistungspotential noch nicht abrufen und saß daher gegen St. Pauli auch nur auf der Bank. Allerdings drängt er in die Startelf, womöglich könnte er für Modica ins Team rücken.

Gino Fechner:
Der Mittelfeldspieler stammt aus den Jugendteams vom VfL Bochum sowie von RB Leipzig und zeigte bisher, dass er sich in der zweiten Liga nicht verstecken muss. Schwankte er zu Saisonbeginn noch zwischen Startelf und Bank, wurde er von Jeff Strasser zuletzt zweimal in Folge von Anfang an aufgeboten. Zusammen mit Moritz zeigte er dabei befriedigende Leistungen im zentralen Mittelfeld.

Leon Guwara:
Der Leihspieler von Werder Bremen hatte anfangs der Saison seinen Stammplatz auf der linken Seite sicher. Dann fiel er verletzt aus und muss sich nach seiner Rückkehr voraussichtlich gedulden. Denn sein Vertreter, Nachwuchskicker und ebenfalls Neuzugang Joel Abu Hanna, machte seine Sache bisher äußerst anständig und dürfte sich auf der Seite erstmal festgespielt haben.

Marius Müller:
Er war wohl der umstrittenste Neuzugang: Müller ist ein Lauterer Eigengewächs, wechselte dann nach Leipzig und ist nun auf Leihbasis auf den Betze zurückgekehrt. Anfangs wirkte er oft nervös, zuletzt unter Strasser war jedoch auch bei ihm eine Leistungssteigerung zu beobachten. Er hielt gegen Fürth sowie St. Pauli gut. In dieser Form ist er eine Verstärkung für die Lauterer.

Manfred Osei Kwadwo:
Der Angreifer war in der vergangenen Saison an die SG Sonnenhof Großaspach ausgeliehen und konnte dort bereits mit drei Toren sowie drei Vorlagen nur bedingt überzeugen. In Lautern schaffte er es in dieser Spielzeit bereits sieben Mal in die Startelf. Mit seinen Leistungen ist er derzeit bei den Pfälzern Mittelmaß, momentan macht er nicht den Eindruck, als könne er dem Lauterer Spiel den entscheidenden Impuls geben.

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