Würzburger Kickers: Die Neuen stechen

Marvin Pieringer mit überragender Quote

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 10.01.21 | 07:37
Bernhard Trares

Erster Auswärtssieg als Kickers-Trainer: Bernhard Trares. © imago images / Zink

Mit vier Punkten innerhalb von vier Tagen haben die Würzburger Kickers im Tabellenkeller der 2. Bundesliga deutliche Lebenszeichen von sich gegeben. War das 1:1 am Mittwoch im Kellerduell gegen den FC St. Pauli nicht zuletzt aufgrund mehr als einer Halbzeit in Überzahl noch eher eine Enttäuschung, verbuchte die Mannschaft von Trainer Bernhard Trares am Samstag beim VfL Osnabrück den ersten Auswärtssieg und generell erst den zweiten Dreier der Saison.

Großen Anteil daran hatten drei der fünf bisherigen Winterneuzugänge. Während Martin Hasek angeschlagen passen musste und Stefan Maierhofer 90 Minuten lang auf der Bank blieb, konnte der erst am Donnerstagabend vorgestellte Christian Strohdiek die beiden Gegentore zwar auch nicht verhindern, stabilisierte insgesamt aber mit all seiner Erfahrung die Innenverteidigung.

Rechtsverteidiger Rolf Feltscher und Angreifer Marvin Pieringer bestätigten unterdessen die schon am Mittwoch sehr positiven Ersteindrücke. Seine defensiven Aufgaben erfüllte Feltscher ordentlich und fand darüber hinaus auch die Zeit, mit einer perfekten Hereingabe den 1:1-Ausgleich durch Pieringer in Minute 67 vorzubereiten. Nur neun Minuten später war Pieringer erneut zur Stelle und verwertete eine Vorlage von Dominik Meisel zu seinem dritten Zweitliga-Treffer im zweiten Spiel.

Trares mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden

Nach dem 3:1 durch David Kopacz (80.) ließ Würzburg Osnabrück mit dem 2:3-Anschlusstreffer von Luc Ihorst in der 85. Minute zwar noch einmal aufkommen, brachte den Erfolg aber letztlich über die Zeit. „Hintenraus hat es meine Mannschaft dann ordentlich gespielt und aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen“, war Coach Trares indes nur mit dem zweiten Durchgang zufrieden und kritisierte auf der vereinseigenen Webseite ein zu passives und „sehr mutloses“ Auftreten im ersten Durchgang.

Dass es am Ende dennoch zu drei wichtigen Punkten reichte, lag nicht zuletzt an den Nachverpflichtungen, die den Glauben an die Rettung zurückgebracht haben. Schon am Freitag gegen Eintracht Braunschweig gilt es gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegkampf aber zwingend nachzulegen, um den bei sechs Punkten Rückstand auf Rang 14 immer noch fehlenden Kontakt zum rettenden Ufer herstellen zu können.