Hannover 96: Kenan Kocak zieht die Zügel an

Intensives Training und klare Aussagen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 26.11.20 | 07:18
Kenan Kocak

Nach dem Auftritt in Würzburg verärgert: Kenan Kocak. © imago images / Sven Simon

Auch wenn zehn Punkte aus den ersten acht Spielen nicht zu den eigenen Ansprüchen passen und insbesondere vier Niederlagen in vier Auswärtsspielen eine katastrophale Zwischenbilanz darstellen, hat Hannover 96 bei lediglich vier Zählern Rückstand auf Platz drei nach wie vor alle Chancen, wie erhofft um den Aufstieg in die Bundesliga mitzuspielen.

Dafür aber müssen sich die Niedersachsen nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen und einer ganz schwachen Vorstellung am vergangenen Wochenende bei den zuvor noch sieglosen Würzburger Kickers (1:2) in allen Belangen steigern. Daraus macht auch Trainer Kenan Kocak keinen Hehl, der in Würzburg kurzfristig wegen eines Hexenschusses an der Seitenlinie fehlte, die Partie aber natürlich verfolgt und am gestrigen Mittwoch auch zusammen mit der Mannschaft analysiert hat.

Ein schwieriges Programm steht an

„Wenn wir das Spiel noch mal Revue passieren lassen, dann muss man sagen: Das war in keinster Weise 96-würdig. Laufen und kämpfen, unabhängig von allem, das sollte das Mindeste sein, was man verlangen kann“, übte der 96-Coach dabei auch eine via Bild kommunizierte Grundsatzkritik an seinen Schützlingen und ließ wohl auch als Reaktion auf die abgelieferte Leistung eine höchst intensive Trainingseinheiten mit 120 Tempoläufen nach dem Abschlussspiel folgen.

„ Das war in keinster Weise 96-würdig. ”
Kenan Kocak

Abzuwarten bleibt nun natürlich, ob die angezogenen Zügel am Sonntag im Heimspiel gegen Holstein Kiel einen Effekt zeitigen. Bleiben eine positive Antwort und ein gutes Ergebnis aus, droht angesichts des folgenden Programms beim Hamburger SV, beim 1. FC Heidenheim und gegen den VfL Bochum ein trister Spätherbst – und jede Menge Unruhe.