Erzgebirge Aue: Stadionvorstellung

Das Erzgebirgsstadion im Detail

Das Ergebirgsstadion des FC Erzgebirge Aue

Das Erzgebirgsstadion wurde umgebaut und erst dieses Jahr fertiggestellt. ©Imago/Karina Hessland

Im malerischen Erzgebirge liegt die 17.000 Einwohner zählende Stadt Aue, die Heimat des FC Erzgebirge. Am Lößnitzbach gelegen schmiegt sich die Spielstätte der Veilchen an den Fuß des Zeller Bergs an. Liga-Zwei.de stellt Euch das Stadion des FCE im Rahmen der Reihe „Stadionvorstellungen“ heute etwas genauer vor.

Name: Erzgebirgsstadion (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 16.000 Plätze*
Sitzplätze: 8.858 (komplett überdacht)
Stehplätze: 7.142 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: 64
Gästeblock: Block G (Was darf ich mitnehmen?)
*Offizielle Angaben Erzgebirge Aue

Historie

Im Jahr 1925 entschloss sich die Stadt Aue zum Bau einer Sportstätte in Stadtrandlage, die allen Bürgern und Vereinen die Möglichkeit zur Ausübung ihrer sportlichen Aktivitäten bieten sollte. So waren Fußballspiele nur eine von vielen Wettkampfvarianten, die ab 1928 am Lößnitzbach stattfanden. Um die 7.000 Zuschauer konnten damals dem Treiben auf dem Sportplatz beiwohnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte die Leitung des Bergbauunternehmens Wismut AG und die Lokalpolitik die Notwendigkeit eines Stadionneubaus. In rekordverdächtigen vier Monaten entstand 1950 an Stelle des alten Sportgeländes das nach dem damaligen Ministerpräsidenten der DDR benannte Otto-Grotewohl-Stadion.

Das Eröffnungsspiel zwischen der Sportvereinigung Erzbergbau und dem amtierenden Pokalsieger Waggonbau Dessau soll angeblich von 50.000 Leuten verfolgt worden sein, die teilweise die Naturhänge in der Nähe mitbenutzten.

Mit dem Stadionbau erfolgte auch die Gründung der BSG Wismut Aue, die fortan die Region fußballerisch repräsentierte. Im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die oberste Liga, Ende der Fünfziger schaffte es Wismut sogar bis in den Europapokal.

Mehrere Umbaumaßnahmen begleiteten den Aufstieg der BSG, um regelmäßig an die 20.000 Fans zu beheimaten. Ende der Achtziger erfolgte dann eine grundlegende Erneuerung der veralteten Bausubstanz, die sich bis in die Zeit nach der Wende zog.

Das Stadion, nun Erzgebirgsstadion genannt, ging in Besitz des Landkreises über. Sportlich ging es mit dem Fußball im Erzgebirge bergab, sodass erst 1998 beim Liga-Pokal zwischen Bayern München und Leverkusen nochmals über 19.000 Zuschauer ein Spiel in Aue sahen.

Mit dem Aufstieg des mittlerweile in FC Erzgebirge Aue umbenannten Vereins in die 2. Bundesliga 2003 musste nochmals umfassend saniert werden. Eine Rasenheizung, eine lilafarbene Tartanbahn und eine Videowand aus dem alten Gelsenkirchener Parkstadion brachten das Stadion auf einen angemessenen Stand.

Ab 2010 wurden nochmals Umbaumaßnahmen durchgeführt. Doch erst mit dem großangelegten Neubau aller Tribünen bei laufendem Spielbetrieb ab 2015 erhielt Aue ein komplett überdachtes, reines Fußballstadion für 16.000 Zuschauer, das den heutigen Anforderungen entspricht.

Ende Januar 2018 war alles angerichtet: Eintracht Braunschweig kam zum ersten Punktspiel ins neue Erzgebirgsstadion. Eine feierliche Einweihung soll im Juli mit einem Gastspiel des FC Schalke 04 erfolgen. Eine Videowand brauchen die Knappen diesmal nicht mitzubringen, der FCE ist nach dem Umbau top ausgerüstet.

Bereits vorgestellte Stadien
Bielefeld (Schüco-Arena)
Braunschweig (Eintracht-Stadion)
Darmstadt (Merck-Stadion am Böllenfalltor)
Dresden (DDV-Stadion)
Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)
Fürth (Sportpark Ronhof)
Heidenheim (Voith-Arena)
Ingolstadt (Audi-Sportpark)
Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion)
Kiel (Holstein-Stadion)
Nürnberg (Max-Morlock-Stadion)
Regensburg (Continental Arena)
Sandhausen (BWT-Stadion am Hardtwald)
St. Pauli (Millerntor-Stadion)
Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei)

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