Fortuna Düsseldorf: Stadionvorstellung

Die ESPRIT Arena im Detail

Autor: Oliver Schröder Veröffentlicht: Montag, 13.07.20 | 09:32

Die alte Heimat der Fortuna: Das Rheinstadion, auch „Schüssel“ genannt. ©Imago/Horstmüller

Die Letzten werden die Ersten sein: Eine Arena fehlt uns noch in der Liga-Zwei.de-Serie der Stadionvorstellungen – und diese gehört Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf. Die ESPRIT Arena ist ein hochmoderner Bau, verfügt über ein Hotel im Stadion sowie ein verschließbares Dach.

Und selbst die Stadtbahn hält genau vor der Tür. Die Fortuna hat sich gut aufgestellt für Bundesligafußball. Wir haben uns das Wohnzimmer der Fortuna einmal ganz genau angeschaut. Am Ende des Artikels findet Ihr die Übersicht mit allen anderen vorgestellten Stadien.

Name: ESPRIT arena (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 54.600 Plätze*
Sitzplätze: 44.683 (komplett überdacht)
Stehplätze: 9.917 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: 96 (zu finden in den Blöcken 1-8 sowie 24-29)
Gästeblock: Blöcke 19-21 (Stehplätze) und 125-132 im Oberrang (Sitzplätze; was darf ich mitnehmen?)
*Offizielle Angaben Fortuna Düsseldorf

Historie

Das Wohnzimmer der Fortuna liegt in Stockum, einem Stadtteil im Norden mit vielen Gesichtern: Viel Trubel einerseits auf Messe- und Stadiongelände, nach kurzem Fußmarsch herrscht andererseits angenehme Ruhe im 36 Hektar großen Nordpark, in dem auch der Japanische Garten zu finden ist.

Seit 2004 steht das neue Stadion der Fortuna mittlerweile, zuvor war hier das alte Rheinstadion zu finden gewesen, das 2002 abgerissen wurde. Damit endete ein Stück Geschichte. Denn fast 30 Jahre lang hatte der deutsche Meister von 1933 und zweifache DFB-Pokalsieger in der „Schüssel“ gespielt.

Bereits 1925 stand die erste Version des alten Rheinstadions und bot 42.500 Zuschauern Platz. Ein Jahr später kickte dort die DFB-Elf gegen die Niederlande, es kamen weit mehr Fans als die Arena Plätze hatte, geschätzte 60.000 waren beim 4:2 dabei.

Für rund 24 Millionen Mark wurde das Stadion in den 1970er Jahren umgebaut, da es als Austragungsstätte der Heim-WM 1974 ausgewählt wurde. Die deutsche Elf schlug hier Jugoslawien mit 2:0 durch Tore von Paul Breitner und Gerd Müller.

Die hochmoderne ESPRIT Arena ist der Nachfolger des Rheinstadions. ©Imago/Team 2

Zwischen 1971 und 1987 kickten die Düsseldorfer ununterbrochen in der ersten Liga. Zuvor hatte es einzig in der Spielzeit 1966/67 ein kurzes Intermezzo in der deutschen Eliteklasse gegeben.

Über 68.000 Fans passten nun in die umgebaute Düsseldorfer Heimstätte. Moderne Flutlichter werteten das Stadion weiter auf. Drei Pokalsiege hat im alten Rheinstadion übrigens die Borussia aus Mönchengladbach geholt, die im Stadion der Düsseldorfer internationale Spiele austrug.

Aber auch einige Bundesligapartien, am letzten Spieltag der Saison 1977/78 etwa schossen die Fohlen den Rivalen Borussia Dortmund in Düsseldorf mit dem Rekordergebnis von 12:0 ab.

Viel Historie gab’s also im alten Rheinstadion zu bestaunen. Seit 2004 aber ist  von der alten Heimat nichts mehr zu sehen. Im Januar 2005 erfolgte die offizielle Einweihung der modernen Arena, Gegner Bayern München fertigte die Fortuna vor über 44.000 Zuschauern mit 5:1 ab.

Obwohl der neue Tempel längst stand, hatte die Fortuna Mühe, sportlich mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Erst 2008 gelang der Sprung aus der Regionalliga in die dritte Liga. Dann ging’s schnell, ein Jahr später schaffte 95 die Quali für Liga zwei, 2012 ging es hoch in die Bundesliga.

Die Arena der Fortuna ist kein reiner Fußballtempel, sondern eine Mehrzweckhalle, 2011 etwa wurde hier der Eurovision Song Contest ausgetragen. Bekannt ist das Stadion dennoch durch die Auftritte der Fortuna. Im Schnitt 26.300 Fans pilgern in das Düsseldorfer Stadion, ligaintern reicht diese Zahl für Platz drei.

Bereits vorgestellte Stadien
Aue (Erzgebirgsstadion)
Bielefeld (Schüco-Arena)
Bochum (Vonovia Ruhrstadion)
Braunschweig (Eintracht-Stadion)
Darmstadt (Merck-Stadion am Böllenfalltor)
Dresden (DDV-Stadion)
Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)
Fürth (Sportpark Ronhof)
Heidenheim (Voith-Arena)
Ingolstadt (Audi-Sportpark)
Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion)
Kiel (Holstein-Stadion)
Nürnberg (Max-Morlock-Stadion)
Regensburg (Continental Arena)
Sandhausen (BWT-Stadion am Hardtwald)
St. Pauli (Millerntor-Stadion)
Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei)

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