VfL Bochum: Stadionvorstellung

Das Vonovia Ruhrstadion im Detail

Dieter Moritz im Zweikampf mit Alfred Glenski

Lange Tradition: Bereits 1967 war das Bochumer Stadion prall gefüllt. (hier: Dieter Moritz (l.) gegen Aachens Alfred Glenski) ©Imago/Werner Otto

Im Norden der Stadt, im Stadtteil Grumme an der Castroper Straße steht die Heimstätte des VfL Bochum. Der Blick auf die Fassade des Vonovia Ruhrstadions ist nichts Besonderes, es dominiert die Farbe grau.

Doch wer hineingeht, der wird schnell feststellen, dass die Arena eine der stimmungsvollsten in der Republik ist. Und was hat sich hier nicht alles schon abgespielt? Ein tanzender Peter Neururer aber auch ein weinender VfL, der nach einem 0:3 daheim im Endspiel gegen Hannover runter musste in Liga zwei. Das Stadion steht für Emotionen pur und Liga-Zwei.de stellt euch das Wohnzimmer des VfL vor.

Name: Vonovia Ruhrstadion (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 27.599 Plätze*
Sitzplätze: 15.574 (komplett überdacht)
Stehplätze: 12.025 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: 60 (zu finden auf der Nordtribüne)
Gästeblock: Block E1, E2 und F (Was darf ich mitnehmen?)
*Offizielle Angaben VfL Bochum

Historie

Die Anfänge des Vereins gehen bis auf das Jahr 1848 zurück, die Fans tragen dieses Jahr bis heute in ihrem Herzen.  Der „Verein für Leibesübungen“ wurde dann recht spät gegründet, 1938 schlossen sich gleich mehrere Klubs aus der Stadt zusammen. Die Abteilung Fußball wurde 1949 ausgegliedert.

Bereits 1911 hatte sich der VfL seinen Sportplatz an der heutigen Castroper Straße gesichert. Die Bochumer mussten bis zum Ende des Ersten Weltkrieges warten, bis daraus ein Stadion wurde. Das fertige Werk bot 30.000 Zuschauern Platz.

Ein Jahr darauf wurde auch das erste Länderspiel im neuen Stadion der Bochumer ausgetragen, Deutschland und Ungarn trennten sich 0:0. Bis zum ersten Duell in Deutschlands Eliteliga verging noch eine ganze Zeit, das Debüt feierte der VfL im Jahr 1971. Gegner Braunschweig wurde mit 1:0 bezwungen. Von 1976 an wurde die Heimstätte ins Ruhrstadion umgebaut, drei Jahre vergingen.

Die Heimat des VfL Bochum: Das Vonovia Ruhrstadion heute. ©Imago/Osnapix

22 Jahre lang war der VfL seit seinem Debüt 1971 nun in der deutschen Eliteliga vertreten. In diese Zeit fällt auch die Uefa-Cup-Teilnahme 1997/1998. 1997 wurde daher die Westkurve umgebaut, der VfL ließ Sitzplätze entstehen. Unter Coach Klaus Toppmöller schafften es die Bochumer sogar bis ins Europapokal-Achtelfinale, unterlagen dort in einem dramatischen Finish Ajax Amsterdam.

2003 feierte das Stadioncenter seine Eröffnung, im Ganzen ist das Rund moderner geworden und im neuen Center finden sich neben den Mannschaftskabinen auch ein Fanshop sowie die Geschäftsstelle.

Im WM-Jahr 2006 erfolgte die Umbenennung in rewirpowerSTADION. Ein Highlight gab’s 2010, als im Zuge der Frauen-U20-WM acht Partien beim VfL stattfanden, darunter das Eröffnungsspiel zwischen dem DFB und Costa Rica (4:2).

2016 erfolgte die vorerst letzte Umbenennung des Stadions, seitdem trägt es seinen heutigen Namen. Aktuell sind die Bochumer weit entfernt von ihren alten erfolgreichen Bundesligazeiten. Wer erinnert sich noch an Thomas Christiansen, der trotz Platz neun des VfL in der ersten Liga am Ende der Saison 2002/03 gar Torschützenkönig wurde?

Mit durchschnittlich gut 15.800 Fans pro Heimspiel belegen die Bochumer aktuell Platz neun in der Zuschauertabelle. Was sicher auch am derzeitigen Tabellenstand liegt, der VfL kämpft weiter gegen den Abstieg.

Bereits vorgestellte Stadien
Aue (Erzgebirgsstadion)
Bielefeld (Schüco-Arena)
Braunschweig (Eintracht-Stadion)
Darmstadt (Merck-Stadion am Böllenfalltor)
Dresden (DDV-Stadion)
Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)
Fürth (Sportpark Ronhof)
Heidenheim (Voith-Arena)
Ingolstadt (Audi-Sportpark)
Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion)
Kiel (Holstein-Stadion)
Nürnberg (Max-Morlock-Stadion)
Regensburg (Continental Arena)
Sandhausen (BWT-Stadion am Hardtwald)
St. Pauli (Millerntor-Stadion)
Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei)

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