Hannover 96: Eggimann lobt Slomka & Kind

Verteidiger spricht über das Duell seiner Ex-Klubs

Mario Eggimann im 96-Dress.

Dreieinhalb Jahre lief Mario Eggimann in Hannover unter Mirko Slomka auf. ©imago images/Contrast

Am Samstag empfängt der KSC im Wildpark Hannover 96 – zum zweiten Mal in dieser Spielzeit. Bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals Mitte August standen sich die Klubs gegenüber, damals mit dem besseren Ende für die Hausherren, die sich mit 2:0 durchsetzten.

„Karlsruhe ist zu Hause immer stark. Sie versuchen körperlich zu spielen, den Gegner unter Druck zu setzen und ein frühes Tor zu schießen. So waren wir immer zu Hause, so werden sie es auch in diesem Spiel machen“, ist Mario Eggimann überzeugt. Er weiß, wovon er im Gespräch mit Liga-Zwei.de berichtet: Zwischen 2002 und 2008 lief er insgesamt 188 Mal für den KSC auf.

Überzeugt vom Duo Gordon & Pisot

Wer, wenn nicht der ehemalige Innenverteidiger, ist der perfekte Ansprechpartner, um sich nach der Defensive des KSC zu erkundigen? „Die Innenverteidigung ist eine Position, auf der es Typen braucht“, sagt er, angesprochen auf Daniel Gordon und David Pisot. Seit fast zweieinhalb Jahren ist das Duo gesetzt, aus Eggimanns Sicht nur zu verständlich: „Es sind zwei erfahrene Typen, die diesem Team sicher guttun, wie sie es auch in der Vergangenheit getan haben.“

Auch beim Thema Hannover ist Eggimann ein qualifizierter Ansprechpartner. Nachdem er seine Zelte im Wildpark abbrach, schlug er sie bei den Niedersachsen auf, fünf Jahre trug er den Dress der Roten, dreieinhalb davon unter dem heutigen Trainer Mirko Slomka.

Fachlich einer der besten Trainer, die ich in meiner Karriere hatte. (über Mirko Slomka)

Angesprochen auf den 52-Jährigen, gerät Eggimann förmlich ins Schwärmen: „Mirko Slomka ist ein sehr guter Trainer, fachlich einer der Besten, die ich in meiner Karriere hatte. Er hat sicher als Trainer eine hohe Qualität.“ Vor allem dessen menschliche Seite hat Eindruck bei ihm hinterlassen: „Jeder hat bei ihm die gleiche Chance. Man kann bei ihm auch mal Mist bauen und man erhält drei Wochen später wieder die Chance.“

Mario Eggimann gibt Anweisungen.

Mit dem KSC stieg Mario Eggimann 2007 in die Bundesliga auf. ©imago images/Picture Point

Seine Chance nutzte auch Slomka, der nach einer deutlichen 0:4-Pleite gegen Nürnberg Ende September in den Mittelpunkt der Kritik rückte. Als „ruhig und besonnen in solchen Situationen“ hat Eggimann Slomka kennengelernt und sieht darin die Hauptursache für den zuletzt einsetzenden positiven Trend von Hannover 96, das aus den vergangenen beiden Partien vier Punkte holte.

Hannover 96 ist von den Strukturen schon deutlich weiter als der KSC. (über seine Ex-Klubs)

Aus tabellarischer Sicht mag das Heimspiel des Zehnten gegen den Zwölften nahezu auf Augenhöhe stattfinden, bei den Bedingungen abseits des Rasens sieht Eggimann jedoch die Niedersachsen vorne. „Hannover 96 ist von den Strukturen schon deutlich weiter als der KSC. Sie haben es geschafft, richtige Professionalität hinzustellen“, ist er überzeugt und schiebt gleiche eine Begründung hinterher: „Ich glaube, das liegt auch daran, dass man mit Martin Kind jemanden hat, der sich wahnsinnig für diese Entwicklungen eingesetzt hat.“

Kein Leckerbissen am Samstag?

Doch zurück zum Sport am kommenden Samstag. Einen Favoriten hat Eggimann, ganz der neutrale Schweizer, nicht. „Ich erwarte schon ein Spiel, das sehr ausgeglichen, umkämpft und körperlich sein wird“, geht der 38-Jährige nicht davon aus, dass die technisch elegante Klinge geschwungen wird.

Sechs Jahre Karlsruhe und fünf Jahre Hannover haben ihn zum Fan beider Klubs werden lassen, so kann er sich die Neutralität auch bei seinem Tipp auf das Endergebnis nicht verkneifen. „Vielleicht wünsche ich mir so ein schönes 3:3, von dem wir alle was haben“, sagt er mit einem Lachen.

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