Holstein Kiel: Bald ein Dreikampf auf der rechten Abwehrseite?

Jannik Dehm nach langer Zwangspause auf einem guten Weg

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 20.04.20 | 08:46
Jannik Dehm

Jannik Dehm (l.) ist nach einem Schienbeinbruch im Sommer 2019 noch ohne Saisoneinsatz. © imago images / Claus Bergmann

Nur eine Partie hat Jannik Dehm in der Saison 2018/19 verpasst. In seiner ersten Spielzeit bei Holstein Kiel schwang sich der im Sommer 2018 ablösefrei von der TSG 1899 Hoffenheim II in den hohen Norden gekommene Dehm direkt zum Leistungsträger auf, sodass über die Besetzung der rechten Abwehrseite gar nicht mehr diskutiert wurde. Dann aber erwischte es den offensivstarken Außenverteidiger in der Vorbereitung auf die laufende Spielzeit im Testspiel gegen Sheffield Wednesday schwer mit einem Schienbeinbruch, womit die rechte Abwehrseite zur Baustelle wurde.

Während der als Dehm-Ersatz von Red Bull Salzburg ausgeliehene Darko Todorovic in seinen bisher neun Einsätzen nur bedingt überzeugen konnte, spielte sich im Laufe der Saison Phil Neumann als Rechtsverteidiger fest. Der 22-Jährige dürfte auch nach der Corona-Pause zunächst die Nase vor Todorovic haben. Dann allerdings könnte aus dem Zwei- auch wieder ein Dreikampf werden.

Vertrag kurz nach der Verletzung verlängert

Denn Dehm befindet sich nach rund acht Monaten inzwischen auf einem guten Weg. Im Gruppentraining, das freilich derzeit unter Beachtung der Abstandsregeln weiterhin noch ohne Zweikämpfe stattfindet, übt der 23-Jährige bereits wieder mit seinen Kollegen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Saison wegen der aktuellen Unterbrechung deutlich länger andauern und frühestens Ende Juni beendet sein wird, sind Dehms Chancen auf ein Comeback 2019/20 intakt.

Weil die Störche den eigentlich nur bis Juni 2020 datierten Vertrag mit Dehm kurz nach der Verletzung um ein Jahr verlängert haben, kann der frühere Junioren-Nationalspieler ohne Zukunftssorgen darauf hinarbeiten, wieder sein altes Level zu erreichen. Gelingt dieser Schritt, könnte die aktuelle Hierarchie auf der rechten Abwehrseite mit Neumann an der Spitze schon bald wieder überholt sein.