Holstein Kiel: Vorschusslorbeeren vom FC Bayern

"Zurecht oben festgesetzt."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 12.01.2021 | 14:00
Janni Serra bei Holstein kiel

Janni Serra blieb dem heutigen FCB-Trainer Hansi Flick in Erinnerung. ©Imago images/Jan Huebner

„Die Losfee hat uns die größtmögliche Herausforderung des Wettbewerbs beschert“, sagte Holstein Kiels Trainer Ole Werner nachdem bekannt wurde, dass die KSV in der zweiten Pokalrunde den FC Bayern empfängt. Am Mittwoch nun findet die Partie statt – und nicht nur an der Förde gibt es Respekt für den kommenden Gegner.

An der Isar nämlich, genauer gesagt an der Säbener Straße, wird die Entwicklung an der Kieler Förde genau verfolgt, wie FCB-Trainer Hansi Flick auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel verriet. „Es ist eine Mannschaft, die sich gut verstärkt hat, die eine klare Idee vom Fußball hat. Mit viel Ballbesitz und sehr schnell in die Tiefe zu gehen“, so Flick. Holstein habe sich „in der zweiten Liga oben festgesetzt und das zurecht, weil sie guten, stabilen Fußball spielen. Für uns wird es eine Aufgabe, die wir mit dem notwendigen Respekt angehen.“

Warum Flick besonders auf die KSV schaut

Es gibt Verbindungen zwischen dem Trainer des Champions-League-Siegers und Holstein Kiel. Uwe Stöver und Flick machten einst den Fußballlehrer zusammen, in seiner Tätigkeit für den Deutschen Fußball Bund hatte er ein Augenmerk auf die Junioren-Nationalspieler und hebt Janni Serra lobend hervor, „den ich gut kenne und sehr schätze“.

Das Lob vom Rekordmeister, es sollte Wasser auf die Kieler Mühlen sein, wobei sich der Zweitligist natürlich lange nicht auf seinen erreichten Meriten ausruhen darf. Vielmehr ist eine Leistungssteigerung nötig, um den FC Bayern in die Bredouille zu bringen. Immerhin wartet die KSV noch auf ihren ersten Sieg 2021.

Möglicherweise hilft ein Blick auf die Auftritte der letzten Zweitligisten gegen den Rekordmeister. In der vergangenen Saison hatte der VfL Bochum den FC Bayern in der zweiten Pokalrunde lange Zeit am Rande einer Niederlage (Endstand: 1:2) und auch der 1. FC Heidenheim bewies in der Saison 2018/19 (Endstand: 4:5), dass in der Pokalpartie durchaus die Chance besteht, mehr mitzunehmen als Komplimente.