KSC: Carlson hat es weiter schwer

Heise bleibt stabil

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Donnerstag, 03.12.2020 | 16:52
Dirk Carlson vom KSC

Dirk Carlson hat auch in dieser Saison massive Konkurrenz. ©Imago images/Eibner

Letzte Saison schien es Dirk Carlson schon geschafft zu haben: Dem unter Alois Schwartz lange gesetzten Damian Roßbach hatte der Linksverteidiger den Rang abgelaufen, im Sommer verabschiedete sich der Konkurrent Richtung Rostock. Für die neue Saison schien Carlson so erste Wahl zu sein auf seiner Position.

Doch statt wie viele vermuteten einen Back Up-Spieler für den Luxemburger zu holen, präsentierte der Sportclub mit Philip Heise einen echten Kracher für Zweitliga-Verhältnisse. Der 29-Jährige setzte sich auf Anhieb gegen den sieben Jahre jüngeren „Platzhirsch“ durch, Carlson durfte noch nicht ein einziges mal in die Startelf.

Lorenz und Gordon als Mutmacher

Geht es nach Heise, bleibt das so. „Ich versuche wie Carlson jede Woche Gas zu geben und es dem Trainer so schwer zu machen wie es nur geht“, so der Leihspieler von Norwich City auf der heutigen Video-PK.

Der angesprochene Trainer ließ sich vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück nicht in die Karten schauen, sprach aber von maximal punktuellen Veränderungen in seiner Formation. „Im Leistungssport ist es so, dass man auch mal die ein oder andere Woche geduldig sein muss“, versuchte der 38-Jährige seine laut eigener Aussage mit den Hufen scharrenden Reservisten bei der Stange zu halten.

Mut machen kann Carlson aber die Tatsache, dass sein Coach damit nachweislich keine Worthülsen von sich gibt: Die Routiniers Marc Lorenz oder Daniel Gordon zum Beispiel bewiesen die angesprochene Geduld und wurden in den letzten drei Spielen mit Plätzen in der Startelf belohnt.