KSC: Umbruch in der Defensive nicht zu vermeiden

Viererkette bislang meist unverändert

Daniel Gordon

Daniel Gordon verpasste in dieser Saison nur wenige Minuten. © imago images / Revierfoto

Die gr√∂√üten Probleme des Karlsruher SC, der nach zwei Niederlagen zum Jahresabschluss mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz auf Rang 15 √ľberwintert, lassen sich mit Blick auf die Tabelle schnell ausmachen. W√§hrend nur f√ľnf andere Vereine die 29 Saisontore der Badener √ľbertrumpfen, bedeuten 36 Gegentreffer den ligaweit schlechtesten Wert.

Obwohl Trainer Alois Schwartz Neuzugänge in der Winterpause nicht ausschließt, ist aber nicht sicher, dass sich der KSC in der Verteidigung verstärken wird. Vielmehr genießt die schon im Aufstiegsjahr zusammengewachsene Hintermannschaft weiterhin das Vertrauen. Dass mit Torwart Benjamin Uphoff, Rechtsverteidiger Marco Thiede und Innenverteidiger David Pisot gleich drei Defensivkräfte an den ersten 18 Spieltagen durchweg auf dem Platz standen und auch Daniel Gordon im Abwehrzentrum nur wenige Minuten verpasst, verdeutlicht die personelle Konstanz.

Umgebaut wurde die Viererkette lediglich auf der linken Seite, allerdings auch nur verletzungsbedingt. F√ľr Stammkraft Damian Ro√übach sprang vor√ľbergehend Dirk Carlson ein, doch auch Ro√übach bringt es auf immerhin 14 Eins√§tze in der Startelf.

Die Stamm-Innenverteidigung wird nicht j√ľnger

Bei der Suche nach Verst√§rkung wird zwar im Winter tendenziell eher ein Stabilisator f√ľr das zentrale Mittelfeld oben auf der Agenda stehen, nachdem Sommerneuzugang Lukas Fr√∂de diese Rolle nur im ersten Teil der Hinrunde √ľberzeugend ausf√ľllen konnte. Zumindest perspektivisch werden die Karlsruher Verantwortlichen aber auch nicht umhin kommen, sich im Abwehrzentrum nach neuem Personal umzusehen. Schlie√ülich feiert Gordon Mitte Januar seinen 35. Geburtstag und auch Pisot wird im Sommer bereits 33 Jahre alt.

Mit Christoph Kobald, der seine sieben Eins√§tze im defensiven Mittelfeld absolviert hat, ist zwar ein potentieller Nachr√ľcker aus den eigenen Reihen, muss seine Qualit√§t in der 2. Bundesliga aber erst noch l√§ngerfristig nachweisen. Sollte einer der Routiniers Pisot und Gordon ausfallen, w√§re der 22-j√§hrige √Ėsterreicher indes sofort im Abwehrzentrum gefordert und das m√∂glicherweise mitten im Abstiegskampf.

Zwar kann auch Defensiv-Allrounder Fr√∂de in der Innenverteidigung aushelfen, aber eine weitere Option f√ľr diese Position st√ľnde dem Kader durchaus schon jetzt gut zu Gesicht. Mittelfristig wird sich ein Umbruch ohnehin kaum vermeiden lassen.