KSC: Was machen die Leihspieler?

Marvin Pourié und zwei Talente bis Saisonende verliehen

Tim Kircher

Kam zuletzt bei Carl Zeiss Jena nur noch sporadisch zum Einsatz: Tim Kircher. © imago images / Picture Point

Über dem Karlsruher SC schwebt in diesen Tagen das Damoklesschwert der Insolvenz, über die laut Präsident Ingo Wellenreuther wohl im Rahmen einer Mitgliederversammlung entschieden werden soll. Konkrete Planungen für die neue Saison sind deshalb, aber auch wegen der ungewissen Klassenzugehörigkeit im kommenden Spieljahr, derzeit nicht möglich. Das gilt zumindest teilweise auch für die drei Spieler, die der KSC aktuell verliehen hat und die ab dem 1. Juli wieder unter Vertrag stehen.

Gerade im Falle von Marvin Pourié, der vergangene Saison mit 22 Toren großen Anteil am Aufstieg hatte, dann aber in der 2. Bundesliga nicht auf die erhofften Einsatzzeiten kam, ist eine Rückkehr ungewiss. Denn beim 29-jährigen Angreifer, der Mitte Januar auf Leihbasis zu Eintracht Braunschweig gewechselt ist, könnte eine Kaufoption greifen. Ob der BTSV, dem derzeit wie nahezu allen Vereinen ebenfalls die Hände gebunden sind, davon Gebrauch machen wird bzw. überhaupt kann, bleibt abzuwarten.

Vollends überzeugen konnte Pourié bei seiner Rückkehr in die 3. Liga noch nicht. Zwar lief der Angreifer in allen sieben Spielen seit seinem Wechsel von Beginn an auf, doch ein Tor und eine Vorlage sind eine eher überschaubare Ausbeute. Trotz nur acht Punkten aus den sieben Spielen mit Pourié liegt die Eintracht aber weiter einigermaßen aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Gelingt der Sprung in die Zweitklassigkeit, würden wohl auch Pouriés Chancen auf eine Weiterbeschäftigung steigen.

Batmaz trifft auf Anhieb

Ebenfalls in der 3. Liga gelandet ist Tim Kircher, der im Karlsruher Aufstiegsjahr immerhin auf drei Einsätze gekommen ist. Bei Carl Zeiss Jena sollte das Eigengewächs nun Spielpraxis sammeln, um gereift zurückzukehren. Dieser Plan allerdings ging nur anfänglich auf. An neun der ersten elf Spieltage stand Kircher in der Startelf, durfte seitdem aber nur noch zweimal von Anfang an ran. Nach der Winterpause reichte es in sieben Spielen lediglich noch zu drei Einwechslungen. Dreimal fehlte der Rechtsverteidiger sogar gänzlich im Kader.

Vielversprechend begonnen hat unterdessen die Ausleihe eines weiteren Talents aus dem KSC-Nachwuchs. Mangels Einsatzchancen in der 2. Bundesliga entschied sich Malik Batmaz im Winter gleich zu zwei Schritten zurück und zu einem Wechsel zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in die Oberliga Baden-Württemberg. Dort steuerte der 20-jährige Angreifer in seinen ersten beiden Spielen gleich jeweils einen Treffer zu den Kantersiegen beim FC Nöttingen (6:1) und beim TSV Ilshofen (5:0) bei. Seit seinem dritten Einsatz beim torlosen Unentschieden gegen den FC 08 Villingen am 7. März hatte aber auch Batmaz aufgrund der Corona-Krise keine Gelegenheit mehr, seine Qualitäten zu zeigen.