Eintracht Braunschweig: Nick Proschwitz als Punktgarant

Dritter Saisontreffer des Routiniers bringt wieder Zählbares

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 07.11.20 | 12:58
Nick Proschwitz

Nick Proschwitz ist aktuell im Braunschweiger Angriff gesetzt. © imago images / Joachim Sielski

Lange Zeit sah es danach aus, als müsste Eintracht Braunschweig auch nach dem vierten Auswärtsspiel der Saison die Heimreise mit leeren Händen antreten. Nach einer schwachen ersten Halbzeit lag der BTSV beim SV Sandhausen durchaus verdient mit 0:2 zurück und nur wenig sprach noch dafür, dass der Aufsteiger aus der Kurpfalz Zählbares würde mitnehmen können.

Doch mit Wiederbeginn präsentierte sich Braunschweig deutlich griffiger und schwungvoller, wofür sicherlich auch der unmittelbar zu Beginn der zweiten Hälfte erzielte Anschlusstreffer von Nick Proschwitz ein wesentlicher Faktor war. Weitaus entschlossener ging die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer anschließend zu Werke und kam auch ohne den angeschlagen ausgefallenen Top-Scorer Martin Kobylanski noch zum verdienten Ausgleich durch Joker Yari Otto.

Entscheidend für den Punktgewinn, mit dem die Eintracht nun bei passablen acht Zählern aus den ersten sieben Spielen steht, war sicherlich der gute Start in die zweite Hälfte. Nachdem Kobylanski-Vertreter Manuel Schwenk zunächst noch per Kopfball an Sandhausen Schlussmann Martin Fraisl gescheitert war, staubte Proschwitz ab und unterstrich damit auch seinen aktuell großen Wert für die Mannschaft – denn wenn Proschwitz trifft, gibt es für die Eintracht am Ende auch Punkte.

Schon zwei Siegtreffer im bisherigen Saisonverlauf

Nach nur 23 Minuten Einsatzzeit verteilt auf zwei Einwechslungen an den ersten drei Spieltagen durfte der 33-Jährige am vierten Spieltag gegen den VfL Bochum erstmals von Beginn an ran und zahlte das Vertrauen mit dem Siegtreffer zum 2:1 zurück. Bei Jahn Regensburg (0:3) ging Proschwitz dann mit seinen Kollegen zwar unter, hatte dann aber beim 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg mit einem Tor und einer Vorlage wieder großen Anteil am Erfolg – einen in der Nachspielzeit eiskalt verwandelten Elfmeter inklusive.

Proschwitz, 2011/12 im Trikot des SC Paderborn mit 17 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga hat sich nach einer mit fünf Toren und drei Vorlagen in 29 Einsätzen eher durchwachsenen Aufstiegssaison derzeit fraglos zum Stürmer Nummer eins in Braunschweig entwickelt und ist zusammen mit Kobylanski, der nach der Länderspielpause wieder dabei sein dürfte, der große Hoffnungsträger im Hinblick auf den angestrebten Klassenerhalt.