Eintracht Braunschweig: Trainer Lieberknecht nimmt Pokal-Aus auf seine Kappe

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 01.11.12 | 08:24

Während einige Akteure bei Eintracht Braunschweig noch dabei ist, das Pokal-Aus und die schwere Knieverletzung, die sich Marcel Correia am Dienstag beim 0:2 gegen den SC Freiburg zugezogen hat und die sich als der befürchtete Innenbandriss erwiesen hat, zu verdauen, richtet Trainer Torsten Lieberknecht den Blick grundsätzlich schon wieder nach vorne auf die anstehenden Aufgaben in der 2. Bundesliga, die die Eintracht nach wie vor überaus souverän anführt.

Nichtsdestotrotz wurmt auch den 39 Jahre alten Fußball-Lehrer die Niederlage gegen Freiburg noch sehr. Die Schuld für die Pleite nimm Lieberknecht indes komplett auf sich: „Ich bin enttäuscht, vor allem von mir. Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass ich die falsche Taktik gewählt habe und die Niederlage auf meine Kappe nehmen muss“, so der eigentliche Erfolgscoach im „Kicker“.

Der Grund für die Unzufriedenheit mit seiner Marschroute liegt laut Lieberknecht aber keineswegs in der unerwartet groß ausgefallenen Rotation und dem Verzicht auf eine Reihe von Stammspielern, sondern ausschließlich in der falschen, weil ungewohnten Taktik: „Mit drei Sechsern wollten wir das Frei­burger Kombinationsspiel unter­binden, aber wir hatten zu wenig Sicherheit in diesem System.“

So viel Selbstkritik ehrt Lieberknecht, der in Braunschweig aber ohnehin völlig unumstritten ist und dem solch ein Fehler nach drei erfolgreichen Jahren sicherlich von allen verziehen wird.