FC St. Pauli: Christian Stark drängt sich auf

U23-Stürmer sammelt Pluspunkte

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 03.09.20 | 08:28
Christian Stark vom FC St. Pauli

Christian Stark will nicht nur Ergänzungsspieler sein. ©Imago images/Team 2

Aufgrund der Abgänge von Dimitrios Diamantakos (Hajduk Split), Henk Veerman (SC Heerenveen) und Viktor Gyökeres (Brighton & Hove Albion) ist der FC St. Pauli im Angriff derzeit noch recht dünn besetzt. Während der am vergangenen Wochenende unter Vertrag genommene Simon Makienok (zuletzt Dynamo Dresden) das gestrige Testspiel gegen den SV Meppen noch verpasste, durften sich neben dem zweiten Neuzugang für den Angriff, Daniel-Kofi Kyereh (SV Wehen Wiesbaden), beim 2:1-Sieg gegen den Drittligisten drei andere Angreifer empfehlen.

Borys Tashchy, der nach muskulären Problemen von Anfang an auflief und schon nach drei Minuten per Elfmeter zur Führung traf, weckte dabei die Hoffnung, ein von Verletzungen durchzogenes Jahr nach seiner Verpflichtung doch noch am Millerntor anzukommen. Oberste Priorität für den Ukrainer hat es nun aber erst einmal, über einen längeren Zeitraum hinweg fit und gesund zu bleiben.

Stark zentral und auf außen einsetzbar

Wie Tashchy konnte sich auch der nach einer guten Stunde eingewechselte Christian Stark in Szene setzen. Der 22-Jährige, der eigentlich dem Kader der zweiten Mannschaft angehört, besorgte nach dem zwischenzeitlichen Meppener Ausgleich in der 83. Minute den 2:1-Siegtreffer. „Hinten raus hatten wir wieder mehr Spielkontrolle und dann hat Christian Stark ein schönes Tor geschossen. Das freut mich für ihn“, kommentierte Trainer Timo Schultz auf der vereinseigenen Webseite die letztlich siegbringende Aktion.

Neben weiteren Talenten aus den eigenen Reihen wie Jannes Wieckhoff, Marvin Senger, Leon Flach, Christian Viet, Serkan Dursun oder Maximilian Franzke, die teilweise schon vergangene Saison Zweitliga-Luft schnuppern durften, hat auch Stark in den vergangenen Wochen angedeutet, sich bei den Profis behaupten zu können.

Die noch dünne Personaldecke in der Offensive ist für den früheren Junioren-Nationalspieler, der 2019 vom Hamburger SV II ans Millerntor gewechselt ist, dabei ebenso kein Nachteil wie seine Flexibilität. So kann Stark sowohl im Sturmzentrum als auch auf Außen eingesetzt werden. Ein klassischer Torjäger ist der 1,82 Meter große Rechtsfuß zwar nicht, wie 14 Treffer und acht Vorlagen in 80 Spielen der Regionalliga Nord unschwer erkennen lassen, aber dennoch hat Stark eine durchaus unverhoffte Chance beim Schopfe gepackt und könnte in zehn Tagen im DFB-Pokal-Spiel bei der SV Elversberg mit einem Kaderplatz belohnt werden.