FC St. Pauli: Weiter Hoffnung auf Leo Östigard und Viktor Gyökeres

Timo Schultz würde die ehemaligen Leihspieler gerne zurückholen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 26.08.20 | 07:21
Leo Östigard

Vergangene Saison eine Konstante in der Innenverteidigung: Leo Östigard. © imago images / Philipp Szyza

Mit dem Nigerianer Afeez Aremu vom norwegischen Erstligisten Start Kristiansand hat der FC St. Pauli am Montag seinen bereits siebten Neuzugang präsentiert, womit der Kader immer weiter Formen annimmt. Zweieinhalb Wochen vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei der SV Elversberg sieht der neue Trainer Timo Schultz sein Aufgebot in Bild „für den jetzigen Zeitpunkt gut aufgestellt“.

Abgeschlossen sind die Transferplanungen am Millerntor aber noch lange nicht. Vielmehr haben die Kiezkicker nach wie vor die Hoffnung, mit Leo Östigard und Viktor Gyökeres zwei Leistungsträger der vergangenen Saison auch künftig zum Kader zählen zu können. Der 20-jährige Innenverteidiger Östigard bestritt 2019/20 28 Ligaspiele und verbuchte immerhin einen Treffer. Der zwei Jahre ältere Angreifer Gyökeres kam in 26 Zweitliga-Partien zum Einsatz und verbuchte sieben Treffer sowie vier Vorlagen.

Keine Perspektive bei Brighton & Hove Albion?

Nach dem Ende ihrer Leih-Engagements auf St. Pauli stehen beide wieder beim englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion unter Vertrag. Dort suchen der Norweger Östigard und der Schwede Gyökeres aktuell ihre Chance, wobei die Aussichten auf einen Stammplatz in der Premier League wohl jeweils überschaubar sind. Im Wissen darum, dass beide bis Transferschluss am 5. Oktober zumindest für eine erneute Ausleihe auf den Markt kommen könnten, hält St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann sowohl zu den Spielern als auch zur sportlichen Leitung Brightons Kontakt.

„Wenn da irgendein Zeichen kommt, dann fahr‘ ich zur Not auch mit dem Rad nach Brighton und hole sie ab“, macht Trainer Schultz kein Geheimnis daraus, dass Leih-Duo der vergangenen Saison auch künftig gerne im Team haben zu wollen. Und obwohl jeder Trainer lieber früher als später mit einem kompletten Kader arbeitet, würde Schultz für Östigard und Gyökeres eine Ausnahme machen: „Das sind super Spieler und tolle Typen. Die kennen hier schon alles. Da wäre es egal, falls sie zu einem späteren Zeitpunkt kommen.“

Mit dem Start der Premier League, die eine Woche vor der Bundesliga und der 2. Bundesliga bereits am 12. September wieder loslegt, dürfte sich schnell zeigen, inwieweit Östigard und Gyökeres in Brighton auf Spielanteile hoffen dürfen. Gut möglich, dass bei einem Tribünenplatz zum Auftakt schnell Bewegung in die Personalien kommt.