Eintracht Braunschweig: Drei Millionen Euro für Salim Khelifi? – HSV-Interesse fraglich

Unschöne Erinnerungen an Berggreen-Poker

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 14.04.16 | 16:30
Salim Khelifi von Eintracht Braunschweig auf dem Weg zum Tor

Für höhere Aufgaben berufen? Salim Khelifi soll bei Bundesligisten im Gespräch sein. ©Imago

Ungern erinnert man sich bei Eintracht Braunschweig an die vergangene Sommer-Transferperiode zurück, in der sich ein wochenlanges Tauziehen mit dem Hamburger SV um Emil Berggreen entwickelte, ehe der Wechsel dann wohl aufgrund der Ablöseforderung der Eintracht für den im Winter zum 1. FSV Mainz 05 abgewanderten Dänen platzte.

Dass Berggreen damals von mancher Seite vorgeworfen wurde, eine Verletzung zu simulieren und so seinen Abgang erzwingen zu wollen, drückte auf die Stimmung und trotz einzelner guter Spiele wurde man das Gefühl auch während der Vorrunde nicht los, dass der Angreifer sich nicht mehr voll mit der Eintracht identifiziert.

Khelifi ein Thema beim HSV oder doch nicht?

Ein ähnliches Szenario will man in Braunschweig nun im bevorstehenden Sommer unbedingt vermeiden. Deshalb dürfte man kaum darüber erfreut gewesen sein, dass Anfang der Woche die Anwesenheit von Hamburgs Sportchef Peter Knäbel beim freitäglichen 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn publik wurde und gleichzeitig, dass Knäbel seine Augen dabei nicht nur auf Paderborns Süleyman Koc, sondern auch auf Braunschweigs Salim Khelifi gerichtet haben soll.

Ob dem tatsächlich so war, ist allerdings unklar. So vermeldet etwa das „Hamburger Abendblatt„, dass Khelifi beim HSV kein Thema ist, während die „Morgenpost“ Khelifis Berater Michel Urschelermit lobenden Worten über den Bundesliga-Dino zitiert: „Aus unserer Sicht ist der HSV eine Top-Adresse in Deutschland, neben anderen Klubs.“

Allerdings hat es auch laut der „Morgenpost“ noch keine konkreten Gespräche gegeben. Möglicherweise auch deshalb, weil die Eintracht für den noch bis 2018 unter Vertrag stehenden Flügelspieler rund drei Millionen Euro Ablöse verlangen soll. Eine Summe, die der finanziell nicht auf Rosen gebetteten HSV sicher nicht problemlos aus dem Ärmel schütteln könnte.