FC St. Pauli: Auch ohne Lasse Sobiech hinten stabil?

Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 13:02
Lasse Sobiech

Hinterlässt im Abwehrzentrum eine Lücke: Lasse Sobiech © Imago / Eibner

48 Gegentore waren zwar auch kein Ruhmesblatt, doch bei den beiden für den Klassenerhalt letztlich entscheidenden Siegen am 32. und 33. Spieltag gegen die SpVgg Greuther Fürth (3:0) und Arminia Bielefeld (1:0) hielt der FC St. Pauli hinten dicht. Auch dank Lasse Sobiech, der zuvor beim 1:3 in Regensburg gefehlt hatte und über Wochen angeschlagen war.

In den Schlüsselspielen war Sobiech aber die aus den vergangenen Jahren gewohnte Konstante in der Innenverteidigung, auf die St. Pauli künftig aber verzichten muss. Allerdings besteht die berechtigte Hoffnung, dass die Braun-Weißen auch ohne den zum 1. FC Köln abgewanderten Abwehrchef defensive Stabilität an den Tag legen können.

Schoppenhauer vor dem Absprung

Zum einen kommt mit Marvin Knoll vom SSV Jahn Regensburg einer der herausragenden Innenverteidiger der vergangenen Zweitliga-Saison als externer Sobiech-Ersatz ans Millerntor und zum anderen bleiben mit Philipp Ziereis, Christopher Avevor und Brian Koglin drei zentrale Abwehrspieler im Aufgebot, die von Anfang an mit Knoll um die Plätze kämpfen werden.

Während Ziereis in der Endphase nach langer Verletzungspause sein großes Potential direkt wieder aufblitzen hat lassen, avancierte Avevor zu einem Gewinner der abgelaufenen Spielzeit. Koglin stand zwar nur an den beiden letzten Spieltagen auf dem Platz, doch der 21-Jährige deutete an, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist.

Kommt auch noch Marc Hornschuh hinzu, der aufgrund von langwierigen Rückenproblemen fast die gesamte Saison verpasste und noch an seinem Comeback arbeitet, hätte Trainer Markus Kauczinski für die zwei, bei einer Dreierkette vielleicht auch drei Plätze im zentralen Defensivbereich eine enorme Auswahl. Auch dann, wenn Clemens Schoppenhauer wie allseits erwartet den Verein verlassen sollte.

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