FC St. Pauli: Auf der Suche nach Stabilität

Kiezkicker kassieren zu viele Gegentore

Christopher Buchtmann gegen Florian Riedel im Zweikampf

Christopher Buchtmann (l.) und Co. hatten es in Lübeck schwer. ©Imago images/Nordphoto

Nach dem unter dem Strich mageren Start in die neue Zweitliga-Saison mit nur einem Punkt aus den Spielen bei Arminia Bielefeld (1:1) und gegen Greuther Fürth (1:3) hat der FC St. Pauli am gestrigen Sonntag die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Mit Ruhm bekleckert haben sich die Kiezkicker beim VfB Lübeck indes nicht. Erst im Elfmeterschießen gelang es, den Regionalligisten zu eliminieren.

Zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay eine gute Moral gezeigt und in der regulären Spielzeit einen 0:2-Rückstand aufgeholt, um dann in der Verlängerung selbst eine 3:2-Führung zu verspielen.

Unter dem Strich stehen damit nach drei Pflichtspielen sieben Gegentore und eine alles andere als sattelfeste Defensive. Das freilich ist nichts wirklich Neues, kassierte St. Pauli doch bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison die zweitmeisten Gegentore: 32 in 17 Spielen.

Knoll macht seinen Patzer wieder gut

Coach Luhukay bot in Lübeck erstmals in dieser Saison eine Dreierkette auf, die aber auch nicht für Stabilität sorgen konnte. Stattdessen erlaubte sich St. Pauli wie schon gegen Fürth, als freilich auch das verletzungsbedingte Aus von Kapitän Christopher Avevor eine Rolle spielte, auch in Lübeck früh Unaufmerksamkeiten, die prompt bestraft wurden.

Vor dem zweiten Gegentor war es dann der wieder als Abwehrchef aufgebotene Marvin Knoll, der folgenschwer patzte. Knoll machte seinen Fehler mit dem Treffer zum 3:2 und einem im Elfmeterschießen verwandelten Strafstoß später aber wieder wett und bleibt sicherlich eine feste Größe.

Generell aber muss Trainer Luhukay erst noch eine funktionierende Konstellation im Defensivbereich finden, mit der es nicht regelmäßig zu Nachlässigkeiten und individuellen Fehlern im hinten Spielfelddrittel kommt.

Weil mit Avevor und Philipp Ziereis zwei Innenverteidiger mit nachgewiesener Qualität noch länger nicht zur Verfügung stehen, dürfte diese Aufgabe allerdings nicht ganz einfach werden, zumal mit Leo Östigard und Luca Zander noch zwei weitere Defensivoptionen zuletzt fehlten.

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