FC St. Pauli: Aus von Jos Luhukay schon beschlossene Sache?

Niederländer wohl nur noch zum Saisonabschluss auf der Bank

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 22.06.20 | 10:25
Jos Luhukay, Andreas Bornemann

Wohl getrennte Wege nach Saisonende: Jos Luhukay (l.) und Andreas Bornemann. © imago images / Jan Hübner

Mit dem eigenen 1:1 gegen Jahn Regensburg und dem gleichzeitigen 3:3 des Karlsruher SC gegen Arminia Bielefeld stand am späten Sonntagnachmittag der Klassenerhalt des FC St. Pauli in der 2. Bundesliga fest. Das Minimalziel haben die Kiezkicker damit erreicht, dürften mit dem Verlauf der Saison und ihren Begleitumständen mit viel Unruhe gerade in den letzten Wochen aber kaum ein vollends zufriedenes Fazit ziehen.

Gegenstand vieler Diskussionen war seit dem Re-Start Trainer Jos Luhukay, der bei der immer lauter werdenden Kritik zunächst von den Verantwortlichen um Sportchef Andreas Bornemann noch Rückendeckung erhalten hatte, bevor dann in den vergangenen Tagen kein klares Bekenntnis zum Trainer mehr vorhanden war und vielmehr von Bornemann eine Aufarbeitung der Saison „zu gegebener Zeit“ angekündigt wurde.

Noch kein offizieller Kommentar

Dieser Zeitpunkt dürfte mit der geklärten Klassenzugehörigkeit nun gekommen sein. Das Ergebnis dieser Aufarbeitung scheint aber schon festzustehen. Wie am Sonntagabend der Kicker und die Morgenpost übereinstimmend berichteten, soll das Aus von Luhukay zum Saisonende bereits beschlossene Sache sein. Die Verantwortlichen haben demnach offenbar den Glauben daran verloren, dass der 57 Jahre alte Niederländer noch der richtige Mann ist, zumal Luhukays nicht optimales Verhältnis zumindest zu Teilen der Mannschaft längst kein Geheimnis mehr ist.

Öffentlich hat sich der FC St. Pauli bislang in dieser Personalie nicht geäußert. Man darf aber davon ausgehen, dass die Verantwortlichen zeitnah für Klarheit sorgen und den Weg für einen Neustart freimachen werden. Dabei freilich gibt es über den Trainerposten hinaus noch diverse weitere Ansatzpunkte, sodass am Millerntor durchaus ereignisreiche Wochen bevorstehen dürften.

Das Restprogramm des FC St. Pauli