FC St. Pauli: Bangen um Dimitrios Diamantakos

Top-Stürmer droht auszufallen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 25.09.19 | 07:56
Dimitrios Diamantakos gegen Joost van Aken

Dimitrios Diamantakos (vorne) musste gegen Osnabrück verletzungsbedingt vom Feld. ©Imago images/osnapix

Mit acht Punkten aus den vergangenen vier Spielen weist der FC St. Pauli unverkennbar einen positiven Trend auf. Wesentlichen Anteil daran, dass die letzte Niederlage, ein 1:2 beim VfB Stuttgart, vom 17. August datiert, hat Dimitrios Diamantakos, der es nach einem Treffer an den ersten drei Spieltagen in den jüngsten vier Begegnungen auf drei Tore und zwei Vorlagen brachte.

St. Pauli erlebt aktuell den besten Diamantakos, seitdem der griechische Angreifer im Januar 2018 vom VfL Bochum ans Millerntor gekommen ist. In seinen ersten eineinhalb Jahren brachte es der 26-Jährige in 28 Einsätzen auf acht Tore und einen Assist. Diese Quote überbietet Diamantakos aktuell deutlich und ist nicht von ungefähr die klare Nummer eins im Angriff der Kiezkicker.

Veerman vor der Länderspielpause eher keine Option

Umso bitterer wäre es nun, müsste der am vergangenen Wochenende beim 1:1 in Osnabrück nach einer Stunde mit Adduktorenproblemen ausgewechselte Stürmer eine Zwangspause einlegen. Dass Diamantakos zu Wochenbeginn im Training fehlte, ist mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag gegen den SV Sandhausen kein gutes Zeichen. Noch besteht zwar Hoffnung, aber ein Ausfall des Torjägers ist nicht auszuschließen.

Allzu viele Alternativen für die vorderste Reihe blieben Trainer Jos Luhukay in diesem Fall nicht mehr. Der 21-jährige Schwede Viktor Gyökeres saß zuletzt viermal die kompletten 90 Minuten auf der Bank und konnte zuvor noch nicht den Beweis erbringen, eine Verstärkung darzustellen. Henk Veerman befindet sich nach seinem Kreuzbandriss zwar auf einem guten Weg, soll aber erst im Testspiel am 11. Oktober gegen Werder Bremen einem richtigen Härtetest unterzogen werden.

Tashchy braucht Spielpraxis

Bleibt Borys Tashchy, der ebenfalls aus einer langen Verletzungspause kommt, aber immerhin in Osnabrück schon die letzte halbe Stunde für Diamantakos kam und sein Saisondebüt feierte, freilich ohne nennenswerte Akzente zu setzen. Naturgemäß fehlt dem ukrainischen Neuzugang vom MSV Duisburg noch die Spielpraxis, die der 26-Jährige aber in den nächsten Wochen bekommen soll.

„Er kommt durch die Spielminuten näher an seinen Rhythmus und an die Mannschaft heran“, so Luhukay, der auf der vereinseigenen Webseite Tashchys Trainingsleistungen lobte und im Kurzauftritt vom letzten Wochenende nicht den Maßstab sieht. „Leider ist er in Osnabrück nicht zu einer echten Torszene gekommen, weil wir ihn im Strafraum auch nicht bedienen konnten. Das lag vor allem am Spielverlauf in der zweiten Halbzeit.“

Möglich, dass Tashchy nun am Sonntag gleich von Anfang an die Gelegenheit erhält, seine in der Vergangenheit in Liga zwei schon unter Beweis gestellten Fähigkeiten zu zeigen.

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