FC St. Pauli: Der Januar weist den Weg

Sieben Spiele innerhalb von 28 Tagen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 23.12.20 | 10:30
Timo Schultz

Steht vor entscheidenden Wochen: Trainer Timo Schultz. © imago images / Osnapix

Während einige Ligakonkurrenten in diesen Tagen noch im DFB-Pokal gefordert sind, hat der FC St. Pauli das Fußballjahr 2020 bereits am Sonntag mit der 0:3-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf beendet. Die Pause über Weihnachten fällt für die Kiezkicker indes kurz aus. Lediglich vom gestrigen Dienstag bis zum Freitag ist trainingsfrei, wobei die Profis ein individuelles Trainingsprogramm mitbekommen haben.

Schon am Samstag, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, bittet Trainer Timo Schultz dann schon wieder zur Arbeit und damit zur Vorbereitung auf einen überaus intensiven Januar, der mit sieben Spielen innerhalb von 28 Tagen die Richtung für den weiteren Saisonverlauf weisen wird. Neben fünf Partien am Wochenende kommen zwei Partien unter der Woche: das Nachholspiel bei den Würzburger Kickers am 6. Januar und die Begegnung am 28. Januar gegen den VfL Bochum im Rahmen einer englischen Woche.

Im Januar gegen drei der aktuellen Top-4

Natürlich hat vor allem das Kellerduell in Würzburg enorme Bedeutung, aber auch in den übrigen sechs Begegnungen benötigt St. Pauli mit Blick auf die Tabelle und eine angesichts von vier Zählern Rückstand ans rettende Ufer alles andere als gute Ausgangsposition dringend Punkte.

Das freilich dürfte nicht ganz einfach werden, wenn man zum einen die letzten Leistungen der Kiezkicker betrachtet und zum anderen sich intensiver mit dem anstehenden Programm befasst. Denn bei Greuther Fürth (3.1.), gegen Holstein Kiel (9.1.) und gegen Bochum (28.1.) warten drei der aktuellen Top-Vier der Liga. Hinzu kommen bei Hannover 96 (16.1.) und beim 1. FC Heidenheim (31.1.) Gastspiele bei heimstarken Vereinen, denen zumindest grundsätzlich zuzutrauen ist, ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

Bleibt noch das Heimspiel gegen Jahn Regensburg (24.1.) und damit einen weiteren, stets unangenehm zu bespielenden Gegner. Um Anfang Februar zumindest in Schlagdistanz zum rettenden Ufer zu sein, wird sich St. Pauli gegenüber den letzten Auftritten deutlich steigern müssen.

Womöglich kann dazu aber noch der eine oder andere weitere Neuzugang neben Adam Dzwigala seinen Beitrag leisten. Aktuell machen Spekulationen um eine Rückkehr von Mats Möller Daehli die Runde, der vor einem Jahr für 2,5 Millionen Euro zum KRC Genk gewechselt ist, dort aber bislang nicht glücklich wurde und nun ein Kandidat für eine Ausleihe sein könnte.