FC St. Pauli: James Lawrence verschärft den Konkurrenzkampf

Walisischer Innenverteidiger erst nach der Länderspielpause eine Alternative

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 02.10.20 | 09:14
James Lawrence

Zurück am Millerntor: James Lawrence. © imago images / Beautiful Sports

Der FC St. Pauli hat am Donnerstagabend noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und eine Verpflichtung verkündet, die man durchaus als Coup bezeichnen darf. Wie die Kiezkicker bekannt gaben, wechselt der vergangene Saison vom RSC Anderlecht ausgeliehene James Lawrence nun fest ans Millerntor und unterschrieb einen Vertrag bis 2022.

Der 28 Jahre alte Innenverteidigung, dessen vom Verein stets angedachte Weiterverpflichtung im Sommer zunächst an einer mit drei Millionen Euro utopisch hohen Kaufoption gescheitert ist, kam 2019/20 zwar verletzungs- und krankheitsbedingt nur auf 14 Zweitliga-Einsätze für St. Pauli, die für den sechsfachen walisischen A-Nationalspieler aber ausreichend waren, um seine Klasse unter Beweis zu stellen. Über die Höhe der Ablöse vereinbarten St. Pauli und Anderlecht nun Stillschweigen.

„Wir konnten uns in der vergangenen Spielzeit bereits von James‘ Qualitäten überzeugen. Er ist stark in der Spieleröffnung, aber auch im direkten Duell und im Kopfballspiel. Dass er den Verein und große Teile des Teams bereits kennt, macht es uns natürlich leicht, ihn schnell wieder zu integrieren“, freute sich Trainer Timo Schultz auf der vereinseigenen Webseite naturgemäß über den Zuwachs in seiner Defensivabteilung, der allerdings erst kommende Woche erfolgt.

Fünf Innenverteidiger für maximal drei Plätze

Nach einem positiven Corona-Test in Belgien und einer anschließenden Quarantäne musste Lawrence zuletzt kürzer treten, wurde inzwischen aber negativ getestet und wird in der nächsten Woche das Mannschaftstraining aufnehmen.

Neben Kapitän Daniel Buballa, Philipp Ziereis, Christopher Avevor und Youngster Marvin Senger ist Lawrence dann der fünfte Innenverteidiger im Kader. Weil der beim jüngsten 4:2-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim angeschlagen ausgefallene Buballa seinen Platz im Normalfall sicher haben sollte, tobt ein heißer Konkurrenzkampf, der sich durch eine Dreierkette wie beim 2:2 zum Zweitliga-Auftakt in Bochum zumindest etwas entspannen würde. Auch dann müsste neben Senger aber ein gestandener Innenverteidiger auf die Bank.