FC St. Pauli: James Lawrence wieder im Pech

Saison für den Waliser verletzungsbedingt wohl schon beendet

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 20.11.20 | 10:02
James Lawrence

Fehlt St. Pauli im Endspurt: James Lawrence. © imago images / Beautiful Sports

Mit dem 1:1 beim Karlsruher SC hat der FC St. Pauli am vergangenen Wochenende seinen Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsplatz verteidigt und die gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt gewahrt. Den Zähler im Wildparkstadion haben die Kiezkicker aber teuer bezahlt, wie nun in Nachgang bekannt wurde.

Denn am Dienstagabend musste St. Pauli auf der Vereinswebseite mitteilen, dass beim in Karlsruhe eine Viertelstunde vor dem Ende ausgewechselten James Lawrence ein Muskelfaserriss in der Leistengegend festgestellt wurde. Der walisische Nationalspieler fällt damit nach Vereinsangaben bis auf Weiteres aus, wird bei einer wahrscheinlichen Zwangspause von rund vier Wochen allerdings in dieser Saison, die am 28. Juni endet, wohl nicht mehr ins Geschehen eingreifen zu können.

Lawrence nie mehr für St. Pauli?

Der vom RSC Anderlecht nur ausgeliehene Innenverteidiger, der im Laufe der Saison schon von anderen Blessuren zurückgeworfen wurde und deshalb nur in 13 Partien zum Einsatz kam, bleibt damit vom Pech verfolgt – just, als sich der 27-Jährige mit drei Startelfeinsätzen in Folge festgespielt zu haben schien. Möglich ist nun sogar, dass die Partie in Karlsruhe die letzte von Lawrence im braun-weißen Trikot war. Während eine feste Verpflichtung aufgrund einer millionenschweren Kaufoption utopisch ist, dürfte auch eine erneute Ausleihe nur schwer zu realisieren sein.

Lawrence ist indes nicht der einzige Abwehrspieler, der angeschlagen aus Karlsruhe zurückgekehrt ist. Während es bei Sebastian Ohlsson (Schulterprellung), der bereits am Dienstag wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvierte, Entwarnung gab, droht neben Lawrence auch Daniel Buballa am Freitag beim VfL Bochum auszufallen. Der Kapitän labotiert an einer Zerrung im rechten hinteren Oberschenkel und konnte bisher nur individuell trainieren.

Nicht ausgeschlossen deshalb, dass Trainer Jos Luhukay in Bochum und damit ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten seine Hintermannschaft in größerem Umfang umbauen muss.