FC St. Pauli: Keine Diskussionen über Timo Schultz

Andreas Bornemann stützt den Trainer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.12.20 | 08:34
Timo Schultz

Seit acht Spielen sieglos: Timo Schultz. © imago images / osnapix

Die Würzburger Kickers müssen am heutigen Sonntag gegen den SV Sandhausen zwar schon einen Kantersieg mit sechs Toren Differenz landen, um am FC St. Pauli vorbeizuziehen, doch auch wenn den Kiezkickern die rote Laterne wohl eine weitere Woche erspart bleibt, herrscht nach der vierten Niederlage in Folge und mittlerweile acht Begegnungen ohne Sieg Alarmstimmung am Millerntor.

Bei Eintracht Braunschweig hatte die Partie am gestrigen Samstag mit dem Führungstreffer durch Maximilian Dittgen in der zweiten Minute noch hervorragend begonnen, doch im Laufe des Spiels ließ sich St. Pauli von einem willensstarken und leidenschaftlichen Aufsteiger den Schneid abkaufen. Vor allem im zweiten Durchgang zu passive Kiezkicker kassierten letztlich noch zwei Gegentreffer und gingen einmal mehr als Verlierer vom Feld.

„Die Braunschweiger haben sich im Gegensatz zu uns in das Spiel reingebaggert. Ihr einfacher Zweitliga-Fußball hat dann zum Erfolg geführt und da kann man nur gratulieren. Wir haben am Ende keine Mittel gefunden, rechtzeitig für die Entscheidung zu sorgen“, haderte ein spürbar enttäuschter Timo Schultz in seinem offiziellen Statement mit dem abermals nicht ausreichenden Auftreten seiner Mannschaft.

Bornemann glaubt an den Trainer und den Kader

Sorgen um seinen Job muss sich der erst im Sommer installierte Schultz indes trotz des Negativlaufs und einer besorgniserregenden Situation nicht machen. Gegenüber der Morgenpost betonte Sportchef Andreas Bornemann, dass die Position des Trainers „sehr sicher“ sei und Schultz einen „guten Job“ mache.

Die Realität verkennt Bornemann indes auch nicht: „Wir haben uns viel vorgenommen, sind leistungsmäßig gut in die Saison gestartet. Aber durch die vier Niederlagen in Serie jetzt sind wir erst einmal tief eingegraben im Keller“, so der Sportchef, der unter anderem mit den in Braunschweig nur eingewechselten Leart Paqarada, Finn Ole Becker und Lukas Daschner indes auch genügend Qualität im Kader sieht, um die Wende zu schaffen.

Bleibt diese in den Spielen bis Weihnachten gegen Erzgebirge Aue, bei den Würzburger Kickers und gegen Fortuna Düsseldorf aus, muss die bisherige Sichtweise am Millerntor aber womöglich mit Blick auf die Transferperiode im Januar überdacht werden.